Ausstellung, checkpointmedia, 2016

Figaro Parallelo

Die raumgreifende Medieninstallation "Figaro Parallelo" erlaubt anhand von 10 Szenen einen vergleichenden Blick auf sieben unterschiedliche Inszenierungen von "Le Nozze di Figaro" der letzten Jahre: Salzburger Festspiele (2006), Opernhaus Zürich (2007), Gran Teatro La Fenice di Venezia (2011), Festival d’Aix-en-Provence (2012), Wiener Staatsoper (2013), The Metropolitan Opera New York (2014) und Royal Opera House Covent Garden (2015). Im Zentrum bewegt sich der historische Figaro als Ausgangspunkt und Spiegelprojektion in einem Bühnenmodell, welches von der Inszenierung 2011 im Gran Teatro La Fenice di Venezia inspiriert ist.
Ausstellung, checkpointmedia, 2015

"Parallaxis" – Medieninstallation für die Ausstellung "Farbenrausch" im Leopold Museum

Für die Ausstellung "Farbenrausch – Meisterwerke des deutschen Expressionismus", (9. Oktober 2015 bis 11. Jänner 2016 im Leopold Museum) konzipierte Virgil Widrich eine Medieninstallation, bestehend aus einer Scheibe, 3 Ringen und einer Projektion mit wechselnden Perspektiven.
Ausstellung, checkpointmedia, 2014

Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof

Nach einer mehrstufigen Ausschreibung wurde die ARGE checkpointmedia Multimediaproduktionen AG / OMS Objektmanagement Service GmbH im Juni 2013 als Totalunternehmer mit der Gestaltung, Errichtung und Einrichtung des neuen Museums beauftragt.

Architektur
Architekt Gustav Pichelmann schuf einen Museumszugang über eine seitlich zu der großen Treppenanlage gelegene, zur Bestandsrampe leicht verdrehte, gegenläufige Rampe und einen Treppenlauf, beide markiert durch hohe, helle Stelen. Beton- und Natursteinblöcke begrenzen die Rampe und betonen den nahezu 30 Meter langen Weg nach „Unten“. Die Konstruktion setzt ein klares Zeichen ohne jedoch dem historischen Gebäude entgegen zu wirken.

Das Niveau des Museums liegt einen halben Meter über der ursprünglichen historischen Souterrainfläche. Aus dem Foyer entwickelt sich so im Museumsbereich ein Steg, der die Besucher über dem Bodenniveau durch die Ausstellung führt, sodass von hier aus Exponate, Vitrinen und Medienstationen betrachtet werden können. Während der Raum im Dunklen bleibt, sind die Exponate und Vitrinen in weißem Licht gehalten und der Steg in gelbliches warmes Licht getaucht.

Museumskonzept
Die Besucher folgen hier auf der Erzählebene den Abschnitten eines Trauerfalls: Gestorben – Betrauert – Geführt – Bestattet – Erinnert.

Im Museum werden über 250 Originalobjekte sowie Bildmaterial – vielfach zum ersten Mal – aus den Archiven der Bestattung und Friedhöfe Wien ausgestellt. Unter anderem ist ein originaler Fourgon (Kutsche für Leichentransport) aus der Zeit um die vorige Jahrhundertwende zu sehen. Zahlreiche Uniformen der üppigen Tracht nach dem Spanischen Hofzeremoniell bis zum schlichten Talar der Gegenwart werden präsentiert. Ein Herzstichmesser und ein Rettungswecker sind als skurrile Relikte einer Zeit zu sehen, als man fürchtete, lebendig begraben zu werden. Ein Klappsarg von 1784, aus der Zeit Joseph II, lässt ahnen, wie Mozart bestattet wurde. Als ein Stück Zeitgeschichte ist eine Rechnungsanweisung des kaiserlichen Hofs ausgestellt für die Überführung und Bestattung von Franz Ferdinand und seiner Gattin nach dem Attentat von Sarajewo.

Multimedia
Auf dreizehn Monitoren sind Videos zu sehen, die großteils aus noch nie gezeigtem Material bestehen. Unter anderem sind Filmausschnitte aus dem Österreichischen Filmarchiv zu sehen – mit neu entdecktem und restauriertem Material von dem Begräbnis Franz Josephs I und dem prächtigen Trauerzug für Albert Baron Rothschild. Die Videos ergänzen die ausgestellten Objekte und setzten sie in einen Kontext zu jener Zeit, aus der sie stammen.

Eine Videoinstallation aus medialen Elementen und realen Objekten zeigt Partezettel aus verschiedenen Jahrhunderten. Von der Hausbesitzersgattin bis zum ehemaligen Burgtheaterdirekter Haeussermann – die Trauer über den Tod eines Menschen hat sich nicht geändert, der Ausdruck dieser Trauer jedoch schon.

Zwei Guckkästen zeigen im Stil der Zeit die verschiedenen Begräbnisklassen. Eine perspektivische Darstellung, die aus Kulissenelementen, Lichtstimmungen und 3D-Videoeinblendungen entsteht, präsentiert die Pracht der Aufbahrungen in der High Society der vorigen Jahrhundertwende – und den Gegensatz zu den Leichenbegängnissen Normalsterblicher.

Auf einer Audiostation kann das Publikum den zurzeit beliebtesten Liedern für Bestattungen lauschen.

Bau
Das Museum hat eine Gesamtfläche von etwas mehr als 500m², 300m² davon werden für die Dauerausstellung genutzt. Es wurden rund 16 Tonnen Gussasphalt ausgebracht, 130m³ Beton verbaut, 15km Kabel verlegt und 3km Lüftungs-, Heizungs-, und Wasserkanäle verbaut. Pro Stunde werden ca. 3600m³ Luft umgewälzt um ein geeignetes Klima für die teils empfindlichen und historischen Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Die Zeitspanne zwischen den Einreichungen und der Übergabe betrug  395 Tage gesamt und die Baukosten beliefen sich auf rund € 2,5 Millionen. Eine besondere Herausforderung stellte die Implementierung des hochmodernen Museums in den Keller eines historischen Gebäudes dar, mit allen Schwierigkeiten von der unsichtbaren Unterbringung einer enormen technischen Ausstattung bis hin zur Sanierung des Altbestandes.

Das Wiener Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial nicht nur Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert auch die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen. Seine Lage auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
checkpointmedia, 2014

Silhouette International – Film zum 50-jährigen Jubiläum

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Silhouette International Schmied AG entstand ein fast dreiminütiger Animationsfilm, der die Zuseher auf eine schwungvolle Zeitreise durch die Geschichte der weltweit führenden Marke bei leichten Brillen führt.

Beginnend ab dem Jahr 1964 zeigt der Film pro Jahrzehnt jedes Kapitel in einem eigenen grafischen Stil.

Die 1960er Jahre: Aufgrund der damals vorherrschenden französisch geprägten Mode, wurde bei der Gründung des österreichischen Familienunternehmens ein international leicht verständlicher Name, Silhouette, gewählt. Der damalige Lifestyle-Konsum führte zu einem baldigen Export der Brillen in die ganze Welt.

Die 1970er Jahre stehen für ein neues Gefühl von Freiheit: "Love, Peace and Music" lautet die Devise der Zeit. Unter dem Motto "Think Pink", nicht alles so schwer zu nehmen, wurde die erste Brille mit randloser Fassung kreiert – ein Konzept, das zur Kernkompetenz von Silhouette werden sollte.

Die Mode der 1980er Jahre war einerseits gekennzeichnet durch einen Boom der Fitnesskleidung, andererseits sollten männlich konnotierte Brillen der Frau mehr Respekt und Raum verleihen. Neue Materialien verliehen den Brillen von Silhouette "Erleichterung", wie etwa der von Silhouette entwickelte Kunststoff SPX.

In den 1990er Jahren kreierte Silhouette Dekors mit afrikanischem Wildtiermuster, setzte puristische Brillen in nie dagewesener Leichtigkeit und technischer Perfektion um und brachte schließlich mit der ersten Brille der Titan Minimal Art ein technisches Meisterwerk auf den Markt.

Die 2000er Jahre führten die Titan Minimal Art auf 35 Missionen mit der NASA ins Weltall und seit dem Ende dieses Jahrzehnts prägt die kaum spürbare, rand- und schraubenlose Brille auch das moderne Gesicht auf der Erde.
Ausstellung, checkpointmedia, 2013

Experimenta Heilbronn – Musikschmiede

Im Auftrag der experimenta Heilbronn entwickelte und realisierte checkpointmedia eine neue Musikschmiede mit drei Studios.

Hier können Kinder und Erwachsene Bands formieren und eigene Songs in fünf verschiedenen Musikstilen erstellen. Je nach gewähltem Stil und Instrumenten kann aus einer Vielzahl von vorgefertigten Takten (Notenabfolgen, Sounds) für jeden Songteil eine Auswahl getroffen und so ein neuer Song arrangiert und zusammengestellt werden. Diese Songs sind auch nach dem Besuch als Notenblatt sowie per Downloadlink als Audiofiles verfügbar. Eine Datenbank verwaltet alle Lieder und ermöglicht den Besuchern in einer „Musikbox“ alle dort gespeicherten Songs anzuhören und zu bewerten.

checkpointmedia stand vor der Aufgabe, auch Nicht-Musikern die Arbeit mit Musik und die Entstehung von Songs zugänglich zu machen. Die Inszenierung einer Studio-Atmosphäre mit Akustikdämmung an den Wänden, hochwertiges Audioequipment und Userinterfaces, die sich an professioneller Audiosoftware orientieren, machen das Erlebnis komplett.

Die Besucher werden an den Studioterminals empfangen und holen sich zu Beginn ihre Audioausrüstung, bestehend aus Kopfhörer, Controller, Verbindungskabel und einem Instrumentenstecker. Ein Song kann allein, mithilfe des Computers oder mit einer Band aus bis zu vier Mitgliedern komponiert werden. Von Anfang an begleitet das Maskottchen der Musikschmiede, der kleine Rockstar, die Besucher. Er gibt Tipps, erklärt Abläufe oder empfiehlt, wie man mit dem eigenen Song-Arrangement und Aufbau weiterkommt.

Zu jedem Musikstil gehören vier Instrumente, die gemeinsam eine komplette Bandbesetzung ergeben. Die Musikstile orientieren sich an bekannten Bands und Interpreten aus den internationalen Charts.

Das Equipment wird an den Studios verkabelt, wobei die Software live Feedback über jede Steckverbindung gibt. Die Eingabe erfolgt über einen Touchscreen und über den von checkpointmedia eigens entwickelten Controller. Mit diesem werden Instrumententracks programmiert und angehört. Dazu stehen Tausende Variationen zur Verfügung, die frei kombinierbar sind. Ausgewählte Variationen erscheinen nach Eingabe am Bildschirm sofort als Notation. Sämtliche Variationen liegen als Midi-Files vor, aus denen in Echtzeit mittels einer Sampledatenbank der entsprechende Instrumentenklang erzeugt wird.

Hinter den Kulissen werden die Studios von leistungsstarken Computern und High-End-Studioequipment, wie z.B. der Software „Komplete 8“ von Native Instruments, Audiointerfaces von RME und Kopfhörerverstärkern von ART, betrieben.

Das Raumdesign ist modular aufgebaut und verbindet Elemente des Studiodesigns mit didaktischer, selbsterklärender und ansprechender Aufbereitung für die Hauptzielgruppe der jugendlichen Besucher.
Ausstellung, checkpointmedia, 2012

Naturhistorisches Museum Wien – Meteoritensaal

Als eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt betreut das Naturhistorische Museum Wien wissenschaftlich 30 Millionen Objekte. Seine frühesten Sammlungen sind über 250 Jahre alt.

Für die Wiedereröffnung der weltweit größten und ältesten Meteoritenschausammlung am 14. November 2012 wurde die umfassende Sammlung an außergewöhnlichen Exponaten behutsam mit Medienstationen, interaktiven Hands-on-Stationen und Animationen erweitert. checkpointmedia entwickelte gemeinsam mit den Kustoden des Naturhistorischen Museums und dem Architekturteam von Arno Grünberger/Spurwien eine zeitgemäße Form der Wissensvermittlung.

In bilderreichen Informationsclips werden den Besucherinnen und Besuchern einzelne Themen rund um die allgemeine Meteoritenforschung und in Bezug auf die besondere Wiener Sammlung nähergebracht. Das Ausmaß einer möglichen Zerstörung Wiens durch den Einschlag eines Meteoriten können die Museumsbesucherinnen und -besucher interaktiv über eine Hands-on-Station steuern oder sich von der animierten Inszenierung zur Entstehung des Sonnensystems emotional packen lassen. Besondere Objekte können im Detail durch eine Lupe betrachtet werden, die via Monitor Zusatzinformationen vermittelt. Ein interaktives Quiz fordert das Publikum auf, zu erraten, ob die ausgestellten Meteoriten- und Gesteinsmuster tatsächlich aus dem All kommen oder doch von der Erde stammen.
Ausstellung, checkpointmedia, 2012

Erste-Campus-Schauplatz – Besucherzentrum für das neue Headquarter der Erste Group

Inmitten des neuen Stadtviertels "Quartier Belvedere" errichtet die Erste Group auf dem Gelände des ehemaligen Wiener Südbahnhofs bis 2016 ihr zukünftiges Headquarter. Mit diesem umfassenden Projekt positioniert sich die Erste Group als innovatives Unternehmen mit Weitblick: Der zentrale Standort neben dem neuen Hauptbahnhof und die offene Architektur schaffen, unter anderem durch verkürzte Wegzeiten und optimale Kommunikationsmöglichkeiten, ein zukunftsorientiertes Lebens- und Arbeitsumfeld. Der Erste Campus wird zu einem Ort der Begegnung, der als Motivation und Inspiration für alle Mitarbeiter dient und auch die Kunden der Erste Group mit einbindet.

Das Besucherzentrum "Erste-Campus-Schauplatz" weckt Neugierde und Interesse: Schon während seiner Entstehung kann das Publikum das zukünftige Headquarter besuchen, erleben und entdecken. Warum hat sich die Erste Group für diesen Standort entschieden? Was bewirkt dieser moderne "Zusammenarbeitsplatz" bei Mitarbeitern und Kunden? Und was trägt die offene Architektur des Erste Campus dazu bei?

Der Ausstellungsraum zitiert die biomorphe Form der vier Gebäudekomplexe des Erste Campus in Form einer geschwungenen weißen Wand. Als grafisches Leitsystem dienen große Überschriften, die wichtigsten inhaltlichen Schwerpunkte werden anhand von Textpassagen, Zahlen und Fakten sowie Renderings und Entwurfspläne vermittelt.

In Videos kommen die Vorstände der Erste Bank zu Wort, Henke Schreieck Architekten erklären ihr gestalterisches Konzept dieser urbanen Stadtlandschaft. Multimediale Inszenierungen illustrieren die Entwicklung des Erste Campus: Ein multimedial hinterlegtes Modell macht das Gebäude virtuell erlebbar, interaktiv steuern die Besucher den bisherigen Baufortschritt des Projekts, eine künstlerische Animation zeigt den künftigen Erste Campus im Wandel der Jahreszeiten.
Publikation, checkpointmedia, 2011

Inszenierung und neue Medien – 10 Jahre checkpointmedia: Konzepte, Wege, Visionen

Seit 2001 produziert die checkpointmedia AG mit Sitz in Wien multimediale Gesamtkunstwerke für Ausstellungen, Museen, Besucherzentren und Organisationen. Neben einem Überblick über die Projekte der letzten zehn Jahre bietet das Buch "Inszenierung und neue Medien - 10 Jahre checkpointmedia: Konzepte, Wege, Visionen" Essays von führenden Akteuren der Gegenwart zum aktuellen Diskurs im Bereich von Medien, Erlebniswelten, Kommunikation und Internet. Die Beiträge der Experten sind sieben Kapiteln zugeordnet und werden mit Projekten von checkpointmedia illustriert. Das Buch erläutert die unterschiedlichen Aspekte der Arbeit, von Research, künstlerischer Auseinandersetzung, Storytelling, Vermittlung über Design, Architektur, Integration neuer Technologien wie Websites und Content-Management-Systeme bis zu Identität, Kultur, Kommunikation und Realisation, die untrennbar miteinander verbunden sind.
Erschienen im Springer-Verlag Wien/New York.
Ausstellung, checkpointmedia, 2010

Ausstellung "90 Jahre Salzburger Festspiele – Das große Welttheater"

2010 feierten die Salzburger Festspiele ihr 90-jähriges Bestehen. Eine klassische Ausstellung mit Tafeln, Objekten und Modellen erschien keine adäquate Darstellung des vielfältigen künstlerischen Schaffens zu sein. Präsentation und Inhalt wurden entsprechend dem breiten Spektrum "aufgefächert". Tonspuren und Sprachamplituden zentraler Dokumente aus der Geschichte der Salzburger Festspiele wurden zu Generatoren von Ausstellungsflächen, die als Spanten wiederum zum Träger des Inhalts wurden. Die Geschichte der Salzburger Festspiele wurde damit in den Raum hereingeholt, der Besucher konnte die Ereignisse nicht nur betrachten, sondern sich in ihnen bewegen. Die Spanten wurden durch eine Zeitleiste verbunden, welche die Entwicklung der Salzburger Festspiele über die Jahrzehnte nachvollziehbar machte. Dabei wurden nicht nur die einzelnen Persönlichkeiten und ihr Werk vorgestellt, sondern auch die Verquickung mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen dargestellt sowie Ambivalenzen, Brüche und Kontinuitäten, die das Festival prägten und prägen, aufgezeigt.

Die einzelnen Exponate der Ausstellung wurden auf den Spantenflächen präsentiert und damit aus der traditionellen zweidimensionalen Präsentationsform losgelöst. Es entstanden "Fenster" (Öffnungen), die Einblicke in die 90-jährige Geschichte der Salzburger Festspiele freigaben. Kostüme und eine Jedermann-Installation ragten aus den Spanten in den Ausstellungsraum und damit in den Weg des Besuchers hinein. Höhe- und Endpunkt des Rundgangs war die zentrale Installation der "Weltbühne" - eine stilisierte Bühne mit multimedialer Bespielung.

Die Medieninstallation "Das Große Welttheater" war eine "Meta-Aufführung" aus den wichtigsten Produktionen der letzten neun Jahrzehnte, die zu einer neuen Inszenierung zusammengesetzt wurde. Die Bühne war ein abstraktes Modell, das die Spielstätten der Festspiele, ganz nach Max Reinhardts Motto "die Stadt als Bühne", zitierte und nachbildete. Die Projektion erfolgte unter dem sogenannten "Augmented reality"-Ansatz: Die Projektoren waren pixelgenau auf das Modell eingerichtet und erkannten deren Form. Jede der 22 im Bühnenraum angeordneten Modellflächen konnte ein anderes Video wiedergeben.

17. Juli bis 26. Oktober 2010 im Salzburg Museum.



Ausstellung, checkpointmedia, 2009

Ausstellung "Linz. Stadt im Glück" – Europäische Kulturhauptstadt Linz 2009

Linz ist ein besonderer Fall einer Landeshauptstadt. Lange musste die Stadt gegen ihr provinzielles Image kämpfen, viele Jahre stand sie als stinkende Industriestadt ohne Charme in Verruf, und der Schatten der unglückseligsten Zeit, als sie die Patenstadt des "Führers" war, reicht bis in die Gegenwart. Seit den 1970er Jahren hat sich jedoch ein tiefgreifender Wandel in der Stadt vollzogen. Ziel eines Forschungsprojektes unter der Leitung von Thomas Philipp (LIquA - Linzer Institut für qualitative Analysen) und der Ausstellung war es, bei der zentralen Fragen zu dieser Entwicklung Position zu beziehen: Was macht Linz zu einer Industrie- und Kulturstadt? Welche Ereignisse haben sich dem kollektiven Gedächtnis eingeprägt? Wie blicken in Linz lebende und arbeitende Menschen auf ihre Stadt? Die Geschichte von Linz wurde anhand von verschiedenen, teils sehr persönlichen Perspektiven aufgearbeitet. Damit wurden die klassische Art der Präsentation eines Stadtmuseums umgangen, lokale Besucher direkt angesprochen und das (inter-)nationale Publikum der Kulturhauptstadt Linz09 mit neuen Zugängen konfrontiert. In der szenischen Inszenierung war die Ausstellung als stilisiertes Wohnhaus gestaltet, in dem jeder Raum ein Thema beherbergte. Dabei waren die Rauminstallationen als Gestaltungselement, aber auch als Kommentar zu verstehen. Informationen wurden über Texte und Zeitungsartikel aus dem jeweiligen Zeitabschnitt vermittelt. In den Raum eingebettet fanden sich Video-installationen, die Interviews mit Linzern zu Themen ihrer Stadt zeigten.
checkpointmedia, 2008

Identity Film "Was macht die Erste Group einzigartig?"

Anlässlich des 190-jährigen Jubiläums der Erste Bank macht der Film die ursprüngliche Vision bei der Gründung der Ersten im Jahr 1819 erlebbar und bringt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Verbindung. Der geschichtliche Aufriss schafft Bewusstsein über Herkunft und Wachstum der Erste Group und soll dieses bei Mitarbeitern und Kunden auch emotional verankern. Mit einem Mix aus Zahlen und Fakten sowie einer Animation aus historischem und aktuellem Bildmaterial wurde ein Film geschaffen, der ohne Vorinformation allen Zielgruppen in allen Ländern gezeigt werden kann und so selbst identitätsstiftend wirkt. Ziel des Projekts ist, den Film über die interne Kommunikation an 50.000 Mitarbeiter sowie über verschiedene Plattformen an Kunden zu kommunizieren und die Kernaussage "Vor 190 Jahren haben wir unsere Türen geöffnet und seitdem nicht mehr geschlossen" zu transportieren.
Ausstellung, checkpointmedia, 2008

Krones AG – Firmenmuseum

Die Krones AG ist auf dem Gebiet des Anlagenbaus der Weltmarktführer in Getränkeabfüll- und -verpackungstechnik. Beim Betreten der Krones-Zentrale in Neutraubling, Bayern, begrüßen fünf hochkant an-einander gereihte Monitore die Besucher. Sie zeigen Makroaufnahmen von Flüssigkeiten in Bewegung: Ein Wassertropfen, der aufschlägt, ein Glas Wein, das sich füllt, Coca-Cola, das zischt, oder Öl, das sich langsam ergießt. Eine eigens entwickelte Software ermöglicht es, diese Filme in weniger als 15 Minuten maßgeschneidert für jeden Besucher zu modifizieren und so Gäste individuell zu empfangen. Das Firmenmuseum präsentiert 50 Jahre Geschichte und technische Entwicklungen von Krones. Eine 30 Meter lange hinterleuchtete Ausstellungswand präsentiert den Inhalt über kurze Texte, Bildelemente und Originalexponate sowie Monitore, die als "bewegte Fotoalben" fungieren. Vitrinen mit Originalobjekten wachsen aus dieser Wand in den Raum. Gegenüber sind, als Gegengewicht zur virtuellen Erzählung, massive, historische Maschinen ausgestellt, deren Funktion wiederum auf Monitoren gezeigt wird.
Ausstellung, checkpointmedia, 2007

Swarovski Kristallwelten – Neugestaltung 2007

Die Swarovski Kristallwelten rangieren unter den meistbesuchten touristischen Zielen Österreichs. Im Zuge einer Neugestaltung der Wunderkammern 2007 wurden weitere publikumswirksame Attraktionen konzipiert und umgesetzt, die mit räumlicher Inszenierung und starken multimedialen Elementen arbeiten. Im Raum "La Primadonna Assoluta" begegnet der Besucher Jessye Norman, die in einer Aufführung im Kristalldom zu sehen ist. Die hochqualitative Audio- und Videobespielung verleiht das Gefühl, mitten in einer "Live-Performance" der Schlussarie aus Henry Purcells "Dido and Aeneas" zu sein. Im nachfolgenden Durchgang wird in "Poseidons Puzzle" eine stilisierte Unterwasserwelt präsentiert. Perspektivisch angeordnete Lamellen ziehen mittels Licht- und Klangkompositionen den Besucher mit sich. Mit jedem Schritt über einen Steg ändert sich die Bilderwelt und der akustische Eindruck. Für Brian Enos "55 Million Paintings by Brian Eno" wurde ein generatives Kunstwerk aus sich stetig neu zusammensetzenden Bild- und Tonfolgen nach einem Konzept des Künstlers technisch umgesetzt. Der Raum "Reflexionen" ist als kristallines Kaleidoskop inszeniert, das Ordnungsprinzipien aus Mikro- und Makrokosmos vorführt. Eine aufwändige Lichtsteuerung und eine 16-Kanal-Klanginstallation lassen für den Besucher eine begehbare Multimedia-Bühne entstehen. Auf insgesamt 48 Polyedern und mehr als 300 Bildflächen werden verschiedene Themen in Form von Bildern, Grafiken, Illustrationen, Spiegeln und Filmanimationen durchgespielt.
Ausstellung, checkpointmedia, 2006

Mozarthaus Vienna – Multimediale Ausstellung

Wien, Domgasse 5: Seit 27. Jänner 2006 (Mozarts 250. Geburtstag) wird im komplett sanierten Haus mit Wiens einziger originaler Mozartwohnung auf rund 1.000 m² und drei Stockwerken Leben und Werk des Musikgenies gewürdigt. Die audiovisuellen Installationen im Mozarthaus sind inspiriert von den Medientechniken und "Wunderwelten" aus Mozarts Zeit: Damals, noch Jahrzehnte vor der Erfindung von Foto und Film, kamen optische Experimente und Illusionen, Automaten und mechanische Tricks in Mode, die das Publikum in Erstaunen versetzten. Eine Video- und Soundinstallation im überdachten Hof lässt über mehrere Monitore einen Montgolfier-Ballon mit dem Aufzug nach oben steigen. Die Reise setzt sich im obersten Stock fort, wo ein Flug über das alte Wien die wichtigsten Orte von Mozarts "goldenen Jahren" in der kaiserlichen Residenzstadt zeigt. Kleine "Perspektiventheater" und ein großes Projektionspanorama über die "Grabennymphen" präsentieren die galanten Seiten des 18. Jahrhunderts als erotisches Spiel der Entdeckungen. Eine Installation zum Thema "Figaro" vereint das Prinzip alter Puzzlewürfelspiele mit moderner Ästhetik und Videotechnik. Den Abschluss bildet die multimediale Hommage an Mozarts Oper "Die Zauberflöte": Eine Bühnenlandschaft aus Kulissen, Projektionen und Lichteffekten zeigt eine Kurzversion der "Zauberflöte" als virtuelle Spiegeloper von 1791 bis heute. Filmausschnitte legendärer Inszenierungen werden dabei in die teils reale, teils virtuelle Bühnenlandschaft eingespiegelt. Papageno bewegt sich als Projektion im Raum und durch die Zeit und präsentiert die wichtigsten Arien der Oper. checkpointmedia gewann für die Medieninstallationen im Mozarthaus Vienna 2006 den Staatspreis Multimedia. Im Untergeschoß wurde außerdem der Veranstaltungssaal mit modernster Audio-Video-Technik ausgestattet. Dem Mozarthaus steht somit ein zeitgemäßer Veranstaltungsbereich für unterschiedlichste Events wie z.B. klassische Konzerte zur Verfügung.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Ausstellung – Palais Epstein

In den 130 Jahren seines Bestehens hat das Palais Epstein mehr als ein Dutzend verschiedener Nutzungen erlebt: Wohn- und Geschäftshaus der Familie Epstein, Sitz der englischen Gasgesellschaft, Amtsgebäude (Verwaltungsgerichtshof, Stadtschulrat für Wien, Bauabteilung der Reichsstatthalterei unter dem NS-Regime), sowjetische Stadtkommandantur, Dependance der Akademie für Musik und darstellende Kunst, neuerlich Sitz des Stadtschulrates für Wien und zuletzt für parlamentarische Zwecke adaptiert.

Auf fünf Medienstationen mit hochformatigen 30-Zoll-Screens können die Besucher Texte, Bilder, Grafiken, Animationen und kurze Videoclips abrufen. Eine Animation zeigt "Besitzer und Nutzung von Ringstraßengebäuden im Jahr 1914", eine weitere liefert eine Übersicht der Bewohner des Häuserblocks "Palais Epstein" im letzten Jahrhundert. Zur Familie Epstein wurde eine Spezialstation mit Stammbaum-Interface und einer Stammbaum-Animation entwickelt. Das soziale Netz der jüdischen Familie wurde anhand eines umfangreichen Adressbuches erforscht und dargestellt. Das Palais als Wohn- und Bankhaus wurde mit einem Aufriss gezeigt, der einen Blick in das Innere erlaubt sowie Informationen zu Räumlichkeiten, deren Nutzungen und Bewohnern bietet. In speziell angefertigten Vitrinen ausgestellte Objekte aus der langen Geschichte des Hauses sind ebenso Teil der Ausstellung wie Originalmöbel und -bilder.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Parlament Wien Besucherzentrum

Multimedia zur Wissensvermittlung
Das Besucherzentrum des Österreichischen Parlaments, gestaltet von den Architekten Geiswinkler & Geiswinkler, signalisiert die Öffnung nach außen und ist eine Anlaufstelle für Touristen und interessierte Bürger. Der Multimedia-Einsatz dient vor allem zur Wissensvermittlung und ist in die Architektur integriert, z.B. werden Stationen hinter Rauchglas nur wahrgenommen, wenn sie eingeschaltet und aktiv sind.
Eine überdimensionale Medienwand empfängt das Publikum mit einer filmischen "Ouvertüre". Der Prozess der Gesetzgebung, die Hauptaufgabe des Parlaments, wird in der ersten Station auf drei synchronisierten Monitoren einfach und verständlich dargestellt. Die Grundbegriffe der parlamentarischen Demokratie in Österreich werden in einer interaktiven Installation mit den vier Grundelementen "Bürger und Bürgerinnen", "Abgeordnete", "Gesetze" und "Vollzug" erläutert. Das Zeitrad bietet mittels Videoclips einen Überblick über die historischen Eckpunkte des österreichischen Parlamentarismus. Die Bedienung erfolgt über ein großes mechanisches Drehrad, mit dem man entlang einer Zeitschiene navigiert. Die Zeitmaschine gibt auch größeren Gruppen die Möglichkeit, die filmische Aufbereitung der Geschichte des Parlamentarismus in einem "Kino-Ambiente" zu erleben. Mit der "Zeit/Lupe", einer Multimedia-Installation, die virtuelle und mechanische Elemente vereint, kann das Publikum das Äußere des Parlamentsgebäudes genau inspizieren und auch in das Gebäude hineinschauen. "Hot Spots" vermitteln Wissenswertes zu Architektur und Funktion des Hauses. 2006 gewann das Besucherzentrum des österreichischen Parlaments beim Staatspreis Multimedia den Kategoriepreis "Öffentliche Informationen und Dienste".
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Salzburg Museum – Sattler-Panorama

Das 1829 fertig gestellte Sattler-Panorama wurde als Attraktion in ganz Europa in einer mobilen Rotunde präsentiert. Das Original des Panoramas wurde im Salzburg Museum dem Publikum wieder zugänglich gemacht und wird durch eine interaktive Station ergänzt. In der "Zeit/Lupe" kann der Besucher einen Monitor stufenlos über eine Darstellung des Sattler-Panoramas schieben und im gewählten Ausschnitt zwischen 1829 und der Gegenwart wechseln. Über einen Umschaltknopf erhält man detaillierte Infos zur Stadtentwicklung seit 1925, Originalklänge aus dem Stadtleben ergänzen das virtuelle Erlebnis. Das originale Panorama kann zusätzlich auf einem Rundpodest über speziell präparierte "Fernrohre", die das Gefühl von räumlicher Weite simulieren, betrachtet werden. Man schiebt den Bildschirm vor einen beliebigen Ausschnitt einer Replica des großflächigen Gemäldes (im Original fast 5m hoch, an die 26m im Umfang, 125 m² Bildfläche) und erhält auf dem Screen den entsprechenden Ausschnitt des modernen Salzburg zum Vergleich. Über einen Umschaltknopf erhält man detaillierte Infos zur Stadtentwicklung seit damals. Das Projekt wurde von checkpointmedia umfassend begleitet: Von der Idee über die aufwändige fotografische Aufbereitung der digitalen Stadtausschnitte, die Entwicklung der Software für die Lupenfunktionen bis zur Konzeption der Informationseinheit und der Hardware-Installation vor Ort. So einfach die Installation wirkt, sie besteht dennoch aus mehr als 200 größtenteils speziell konstruierten Einzelteilen und über 1.000 Schrauben.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Hans-Moser-Ausstellung – Österreichisches Theatermuseum

Die Ausstellung Hans Moser über den beliebten Volksschauspieler war eine der erfolgreichsten des Österreichischen Theatermuseums. Es galt, den Künstler jenseits der Klischees darzustellen und neue Zugänge zu seiner Arbeit zu schaffen.
Eine großflächige Videoinstallation kombinierte in fünf Parallelprojektionen berühmte Szenen aus Moser-Filmen, die seine Komik, speziell seine charakteristische Körpersprache und das Unverwechselbare seiner Menschendarstellung in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zusätzlich boten Informationsstelen in Schrift und integrierten Audioelementen Einblicke in Leben und Werk des Volksschauspielers.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Swarovski Kristallwelten – Erweiterung 2003

Die von André Heller gestalteten Kristallwelten in Wattens, Tirol, wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Swarovski 1995 eröffnet. Seitdem werden sie immer wieder erweitert und um weitere Attraktionen bereichert.
Mit dem "Kristalloskop" wurde ein Meditationsraum geschaffen, dessen audiovisuelle Inszenierung einen Kontrapunkt zu vielen anderen Attraktionen in den Swarovski Kristallwelten darstellt. Eine ruhig fließende High-Definition-Rückprojektion zeigt einen überdimensionalen Kristall an der Decke des Raums, dessen Farben sich im virtuellen Facettenschliff ständig ändern. Unsichtbare Lautsprecher begleiten mit Ambient-Sound. Um die ideale Perspektive zu haben, kann sich der Besucher an eine der konzentrisch angeordneten Stelen lehnen und zur Decke blicken.
Der "Gang der Metamorphosen" zeigt auf mehreren aneinandergereihten Monitoren eine Animation, die in Gehrichtung eine Verwandlung von fraktalen Formen über kristalline Strukturen bis hin zu Kristallskulpturen durchläuft.
Die "Dinge des Riesen" stellen Gebrauchsgegenstände wie Handschuhe oder ein Akkordeon in überlebensgroßen Proportionen dar. Sie werden durch eine spezielle Steuerung, die auch für Synchronität mit der Beleuchtung und den Lichteffekten sorgt, mechanisch bewegt.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Red Bull Hangar-7 – Multimediale Inszenierung

Der Hangar-7 von Red Bull am Salzburger Flughafen erfüllt viele Aufgaben, die auf den ersten Blick gegensätzlich scheinen: Er ist Flugshow-Zentrum mit Fliegerhorst für Kunstflugtruppen, Flugzeug-Showroom mit zahlreichen restaurierten "Klassikern", aber auch Location für Kunst- und Lifestyle-Events und beherbergt Gastronomie der gehobenen Kategorie. Für dieses "High-Tech-Entertainment-Areal" wurden von checkpointmedia multimediale Installationen entwickelt, die dieser speziellen Mischnutzung entsprechen.
Im Vordergrund steht der Unterhaltungscharakter, der entsprechend dem Image des Unternehmens überraschen und animieren soll. Nach Einbruch der Dunkelheit wird dem Besucher schon von Ferne mit einem groß projizierten Red-Bull-Logo der Weg zum Hangar gewiesen.
Neben dem Eingangsbereich befindet sich das Doppler-Foyer, das ein wissenschaftliches Thema sinnlich erlebbar macht: Zentral gesteuerte Leuchtobjekte sorgen für eine künstlerische Visualisierung des Doppler-Effekts (benannt nach dem Salzburger Physiker Christian Doppler), transparente DVD-Stelen dienen als Informationsträger und Klangelemente für eine Soundcollage.

Für die Eröffnung am 22. August 2003 wurden – wieder gemäß dem Thema Fliegen – eigene Stewardessen-Kostüme im Sixties-Style für die Hostessen designt. Stelen in Form von Flugzeugleitwerken zeigten zu den ausgestellten Flugzeugen passende Videos, Bilder und Informationen. Die Einladungen wurden wie VIP-Tickets gestaltet und zusammen mit einer speziell angefertigten Mappe und Box verschickt. Ein eigener Regenschirm in der ovalen Hangar-Form wurde entworfen und produziert. Zentrale Attraktion im Hangar-7 ist die Mayday Bar, die von 2003 bis 2010 interaktiv bespielt wurde.

Die fast kreisförmige (270°) Oberfläche wurde als ein durchgängiger Bildschirm zur Interaktion mit darin ablaufenden Animationswelten konzipiert und realisiert: Flugzeuge der Flying-Bulls schwebten über der Salzburger Landschaft, schmiegten sich an Gläser oder flohen vor Aschenbechern. In einem zweiten Setting, einem New York im Comics-Stil, interagierten witzige Kellner mit Cocktailgläsern und Handys. Die Barbesucher konnten auch mithilfe eines virtuellen Kommunikators miteinander kommunizieren - eine zeitgemäße Variante der legendären Tischtelefone. Die technische Umsetzung der Mayday Bar gestaltete sich im Jahr 2003 komplex: 38 PCs in 18 Modulen mit jeweils einem Projektor erkannten mittels Infraroterkennung, was auf der Theke passierte. Die Objektdaten wurden vom Computer erfasst und lösten eine zugeordnete Interaktion aus. Die Technik war in die Bartheke integriert und damit für den Gast völlig unsichtbar.
Im Hangar-7 gibt es auch kleine multimediale Gimmicks wie den WC-Chat, der es erlaubt, über Cartoons und selbst auszufüllende Sprechblasen – virtuelles Graffiti – zwischen Damen- und Herrentoiletten zu kommunizieren. Im Inneren des Hangars wurde sowohl für den Hauptraum als auch für die Räume der Gastronomie und die privaten VIP-Räume eine entsprechende audiovisuelle Ausstattung geplant und implementiert.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Ausstellung "Erzbischof Paris Lodron" im Dommuseum Salzburg

checkpointmedia plante und erstellte für die Ausstellung ”Erzbischof Paris Lodron (1619-1653), Staatsmann zwischen Krieg und Frieden“ im Salzburger Dommuseum eine komplexe Projektionsinstallation und ein Informationsdisplay für den Eingangsbereich des Museums. Paris Lodron hat wie kaum ein anderer Erzbischof Stadt und Land Salzburg geprägt. Zu seinen herausragenden Leistungen gehört neben der Sicherung und Verteidigung des Staates die Vollendung und Ausstattung des neuen Domes. Dessen Weihe 1628 war das prunkvollste Fest, das Salzburg je sah. In einer Projektionsinstallation wird der berühmte Kupferstich von Christoph Lederwasch, der die Prozession zur Weihe des Doms darstellt, "zum Leben erweckt".
Ausstellung, checkpointmedia, 2001

Museum Ladin – Medienstationen

Im Museum Ladin in St. Martin/Thurn im Gadertal in Südtirol wird die mehr als 2.000-jährige Geschichte der Volksgruppe der Dolomiten-Ladiner eindrucksvoll erzählt: Die Multimedia-Station "Geschichtspanorama"  vermittelt die Geschichte der Ladiner mit Videoanimationen und Audiokommentaren in vier Sprachen; der interaktive "Sprachatlas"  bringt den Besuchern die ladinische Sprache spielerisch näher. In Händen der checkpointmedia lag die komplexe organisatorische (viersprachige Tonaufnahmen), inhaltliche (Zusammenarbeit mit ladinischen Wissenschaftlern) und technische Gesamtbetreuung (Animationen, Videoclips, Großprojektionen, DVD-Erstellung) sowie die Koordination der Ausstellungsgestalter und technischen Ausstatter für diese Stationen.
Ausstellung, checkpointmedia, 2001

Niederösterreichische Landesausstellung 2001 – Medienstationen

Während der Niederösterreichischen Landesausstellung 2001 "Mystisches Waldviertel" "Sinn & Sein", "Burg & Mensch" in Waldreichs und Ottenstein kamen zahlreiche interaktive Medienstationen zum Einsatz. checkpointmedia zeichnete für den Großteil der Umsetzungen der Medienstationen, sowohl für Hard- als auch Software, verantwortlich. Unter anderem wurden gemeinsam mit Wolfgang Mitterer, Klangkünstler und Komponist, zwei raumübergreifende Klanginstallationen, eine davon 16-kanalig, entwickelt und umgesetzt.