Ausstellung, Bühne, checkpointmedia, 2017

70 Jahre Marshallplan

Konzeption und Umsetzung der Jubiläumsveranstaltung
 
Am 5. Juni 1947 hielt George Marshall in Harvard eine Rede, die die Welt veränderte: Der amerikanische Secretary of State und Vertraute Präsident Trumans begründete an diesem Tag das Europäische Wiederaufbauprogramm ERP (European Recovery Program). Der sogenannte Marshallplan wurde zum erfolgreichsten politischen Projekt der amerikanischen und europäischen Geschichte. 14 Milliarden Dollar, finanziert von den amerikanischen Steuerzahlern, flossen zwischen 1948 und 1952 in das Programm zum Wiederaufbau Europas. Bis heute profitiert Österreichs Wirtschaft von diesen Geldern, die im Rahmen von erp Krediten der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) zur Förderung innovativer Projekte heimischer Unternehmen und Start-ups eingesetzt werden.
Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Marshallplan-Hilfe – mit Ansprachen von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Vizekanzler Dr. Wolfgang Brandstetter und dem Geschäftsträger der US-Botschaft in Wien, Eugene S. Young – demonstrieren diesen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft.
„70 Projektionen für 70 Jahre": Unter der künstlerischen Leitung von Virgil Widrich gestaltete ein multidisziplinäres Team die Veranstaltung in der METAStadt am 21.6.2017 und eine Wanderausstellung im Auftrag von Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (ERP-Fonds).
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2017

The Essence17

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien.
Eröffnung 27. Juni 2017, 19:00 Uhr.
Alte Post, Dominikanerbastei 11, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 14 bis 18 Uhr, Do. 14 bis 21.00 Uhr.

Drehbuch, Film

Micromeo

(in Entwicklung für 2020+)

A/Lux, 2020+, Animationsfilm
Länge: 90 min.

Romeo und Julia im menschlichen Körper... Die verbotene Liebe zwischen dem jungen Bakterium Micromeo und dem Antikörper-Mädchen Globia bedroht die Harmonie des Immunsystems, führt zu einem Krieg zwischen den ehrgeizigen Herrschern und erweckt schließlich ein genetisches Monster, das alle vernichten will.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2017

Circuit Training

Ein Streifzug in die Welt des Large Hadron Collider
Eine Ausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien (Art & Science und Ortsbezogene Kunst) in Kooperation mit CERN (art@CMS und HEPHY – Institute of High Energy Physics).

Vermutlich ist Ihnen 'Zirkeltraining' ein Begriff. Es handelt sich dabei um ein Trainingsprogramm mit einer Reihe von Übungen, die jeden Teil unseres Körpers beanspruchen. Ist eine Runde abgeschlossen, beginnen wir wieder mit der ersten Übung – wir tun das entweder aufgrund von leisem Zwang oder (freiem) Willen. Um die fundamentale Struktur des Universums zu untersuchen, haben Physiker ein anspruchsvolles Zirkeltraining für die grundlegenden Bestandteile der Materie entwickelt: Teilchenbeschleuniger treiben Partikel zu hohen Energien an, um sie dann zum Kollidieren zu bringen. Detektoren beobachten die Resultate dieser Kollisionen und zeichnen sie auf. Wir vermuten, dass die Partikel den Anweisungen der Physiker mit einer überraschenden Mischung aus Gehorsam und freiem Willen begegnen...
In Kooperation mit art@CMS und HEPHY (Institut für Hochenergiephysik) haben Studentinnen und Studenten der Klassen Art & Science und Ortsbezogene Kunst zahlreiche Facetten, die eine große und multinationale Institution wie CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) ausmachen, erforscht. Die Untersuchungen beschäftigen sich mit dem Large Hadron Collider und politischen und ökonomischen Einflüssen, mit der Teilchenbeschleunigung und bürokratischen Fragen, mit dem Big Bang und Verschwörungstheorien. Während wir CERN durchstreiften und selbst zu Detektoren wurden, drängten sich weitere Fragen in den Vordergrund: Wie lassen sich derartige Experimente und die dabei erzeugten Bilder jenseits von Bildschirmen und Visualität in unterschiedliche Medien und Realitäten, in denen wir leben, transformieren? Wie lassen sich künstlerische Strategien in Bezug auf die größte Kamera und das größte Mikroskop auf unserem Planeten entwickeln?
Die Resultate dieser Beschäftigung werden in einer Gruppenausstellung in das weisse haus präsentiert.
Download Folder und Übersichtsplan...

Forschung, Universität für angewandte Kunst, 2019

Data Loam

Wir sind in der Position eine völlig neue Software nutzen zu können, die es uns erlaubt zu verstehen wie Wissen in Welt-Informationssysteme wie The Library of Congress oder Wikipedia organisiert ist. Wir möchten eine interaktive Schnittstelle zu der "Topographie des Wissens" entwickeln, die anschaulich macht, wie dominante Systeme Informationen strukturieren und wie sie durch ihre eigene Kategorisierung und Indexierung Bedeutungszusammenhänge schaffen, die immer auch dem Zeitgeist, dem gerade vorherrschenden Erkenntnisstand und letztlich auch der gerade opportunen Ideologie geschuldet sind. So sehr sie es auch behaupten – diese Systeme können per se nicht objektiv sein, da sie den Konflikten und Vorurteilen der Vergangenheit nur die der Jetztzeit entgegen setzen können.

Die neue Sicht, die wir anbieten wollen ist auf seltsame Weise objektiver als jede aktuelle Forschung, Interpretation oder Erzählung, die unsere Welt beschreiben will. Denn bei uns sind es die Objekte selbst – oder besser die Vielzahl der Bedeutungs-Vektoren, die ihnen im Laufe der Zeit zugeschrieben wurden – die ihre spezifische Position innerhalb einer "Topografie des Wissens" determinieren. Wir sollten die ständig wachsende und amorphe Qualität dieser Matrix annehmen und akzeptieren, dass es keine endgültige Konfiguration geben wird. Wir müssen beginnen unsere Erwartungen in Bezug auf Begriffe wie "Wirklichkeit", "Wahrheit" und "Tatsache" zu hinterfragen. In unserem Verständnis ist es die utopische Qualität von "Big Data" eine echte Demokratie der Objekte schaffen zu können und die menschliche Voreingenommenheit lediglich als eine historisch bedingte Variable mit ein zu berechnen.

Von diesem Grundgedanken ausgehend wollen wir untersuchen welche sinnvollen Möglichkeiten der künstlerischen Interaktion es mit großen Datenmengen gibt. Wir schlagen vor, Daten in eine Art von "Materie" zu transformieren, die man berühren, umstrukturieren und neu organisieren kann.

DATA LOAM – das neue Material, das wir mit diesem Projekt einführen wollen – ist keine Fantasie. Es basiert auf der Substanz, die von den Institutionen und der Industrie schon seit längerem verwendet und missbraucht wird. Wir wollen um nichts weniger, als es jedem einzelnen zu ermöglichen eine wahre/fiktive/absurde Variation der Welt zu schaffen. Eine gottähnliche Position – ein Labor der möglichen Realitäten – ein leistungsfähiges Werkzeug, das von denen verwendet werden soll, die der Wirklichkeit sowieso immer mißtraut haben: den Philosophen und Künstlern.
Drehbuch, Film, 2016

Die Nacht der 1000 Stunden

Lux/A/NL 2016, Spielfilm, DCP, 1:2,39, Dolby Digital
Länge: 92 min.

Als der aufstrebende Philip von seinem Vater die Geschäfte der Familienfirma übernimmt, wird er mit dem seltsamen Erscheinen seiner verstorbenen Vorfahren konfrontiert. In einer langen Nacht deckt Philip nach einem Mord, einer verbotenen Liebesgeschichte und einem Spiel mit falschen Identitäten ein streng gehütetes Familiengeheimnis auf.

Gewinner des "Flash Forward Audience Award" beim Busan International Film Festival 2016!

Trailer: deutsche Version und internationale Fassung.
Film, 2016

Vienna table trip

A 2016, Kurzfilm, Werbung, DCP, 1:1,78, Dolby SR
Länge: 1 min. 22 sek.

"Ein Mikrokosmos von Wien ist der Caféhaustisch, denn im Grunde braucht man das Caféhaus gar nicht verlassen, um einmal durch ganz Wien zu reisen. Aus diesem Gedanken entstand schließlich die Idee einer Miniaturreise durch die Stadt, inszeniert mit Untertassen, Tassen, Tellern, Messern, Gabeln und Souvenirs – garniert mit einprojizierten Erinnerungen und den vielen Vor-, Haupt- und Nachspeisen, die man hier so oft findet." (Virgil Widrich)

Ausgezeichnet mit 15 internationalen Preisen bzw. lobenden Erwähnungen!

Link zum Film und Making of...
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2016

The Essence16

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien.
Eröffnung 30. Juni 2016, 19:00 Uhr.
Alte Post, Dominikanerbastei 11, 1010 Wien
Öffnungszeiten: 1.7. bis 15.7.2016, Mo bis Fr, jeweils 14 bis 18 Uhr und am Do 14 bis 21 Uhr, Sa und So geschlossen.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2016

[dis]placement – Information through Sound

Citygate Shopping, Wagramer Strasse 195, 1210 Wien, 3.6. bis 13.6.2016, täglich 10:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag geschlossen

Ausgehend vom Jahresthema der Art & Science Projektarbeit "Information through Sound" (Leitung: Univ.-Prof. Virgil Widrich) und dem Seminar "sound as source" (Univ.-Lekt. Mag.art. Karl Salzmann) wurde "Sound" bzw. "Noise" als Mittel zur Analyse und Untersuchung, von den Studierenden der Abteilung Art & Science, Industrial Design sowie GaststudentInnen der Akademie der Bildenden Künste, gewählt.
Das Trägermedium Klang bzw. Schall beinhaltet neben seinen physikalischen Eigenschaften (u. a. Lautstärke, Wellenlänge bzw. Tonhöhe) weitaus mehr Informationen, die, abhängig von Gehörtem oder den Hörenden, sowohl kulturelle, soziale als auch politische Inhalte transportieren.
Ziel ist es, das Medium Klang nicht nur als Untersuchungsgegenstand zu erkunden, sondern dieses auch als Werkzeug einzusetzen, um dadurch in einer Vielzahl an Feldern, unter anderem Bereiche von Architektur, Geologie, Akustik, Psychologie, Physik, Chemie, Stadtforschung, Anthropologie, Philosophie, Queer Studies, Soziologie und Ästhetik,  zu forschen.
Der Begriff und Arbeitstitel "[dis]placement" dient für die Ausstellung, hinsichtlich mehrerer Themen, als Ausgangspunkt. Zum einen in Bezug auf den Ausstellungsort selbst – eine Shopping Mall – ein Ort, der für Kunst, Forschung und Wissenschaft selten als Präsentations- und Forschungsraum gewählt wird, zum anderen auf die Arbeiten der Studierenden, die für Ihre Werke das Mittel der räumlichen Verschiebung anwenden, um so die ursprünglichen, als auch die künstlich erzeugten, Kontexte in denen sie ihre Arbeiten ansiedeln, zu analysieren.
Inwiefern verändert sich die Wahrnehmung, wenn Klang/Sound, herausgerissen aus dessen ursprünglichem Kontext, inmitten einer neuen akustischen Umgebung, eingesetzt wird? Welche sozialen und kulturellen Bedeutungsebenen generieren sich dadurch und wie lässt sich dies künstlerisch und wissenschaftlich dokumentieren und erfassen?
Der Ausstellungsraum, der sich inmitten der Citygate Shoppingmall befindet, wird für vier Wochen zum Lehr-, Praxis- und Laborraum umgewidmet, um sich so, anhand von praktischen Übungen, Workshops und theoretischem Diskurs, der Fertigstellung der Arbeiten anzunähern und diese abschließend in Form einer Ausstellung zu präsentieren. Download Folder.

Publikation, 2016

"Bei den Fischottern in der Ebene und auf den Bergen" von Hans Widrich

Hans Widrich (geboren 1936) führt in seinen "biographischen Fragmenten für den Haus und Dorfgebrauch" durch die Landschaften seiner Kindheit und Jugend sowie durch aufregende Zeiten als Pressesprecher des Erzbischofs sowie der Salzburger Festspiele.
Ausstellung, checkpointmedia, 2016

Figaro Parallelo

Die raumgreifende Medieninstallation "Figaro Parallelo" erlaubt anhand von 10 Szenen einen vergleichenden Blick auf sieben unterschiedliche Inszenierungen von "Le Nozze di Figaro" der letzten Jahre: Salzburger Festspiele (2006), Opernhaus Zürich (2007), Gran Teatro La Fenice di Venezia (2011), Festival d’Aix-en-Provence (2012), Wiener Staatsoper (2013), The Metropolitan Opera New York (2014) und Royal Opera House Covent Garden (2015). Im Zentrum bewegt sich der historische Figaro als Ausgangspunkt und Spiegelprojektion in einem Bühnenmodell, welches von der Inszenierung 2011 im Gran Teatro La Fenice di Venezia inspiriert ist.
Ausstellung, checkpointmedia, 2015

"Parallaxis" – Medieninstallation für die Ausstellung "Farbenrausch" im Leopold Museum

Für die Ausstellung "Farbenrausch – Meisterwerke des deutschen Expressionismus", (9. Oktober 2015 bis 11. Jänner 2016 im Leopold Museum) konzipierte Virgil Widrich eine Medieninstallation, bestehend aus einer Scheibe, 3 Ringen und einer Projektion mit wechselnden Perspektiven.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2015

The Essence15

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 26. Juni 2015 bis 12. Juli 2015
Öffnungszeiten: Täglich außer Mo 10:00 bis 18:00; Do 10:00 bis 21:00.
Drehbuch, Film, 2015

back track

A 2015, Kurzfilm, 3D DCP, schwarz/weiß, 1:2,39
Länge: 7 min.

Virgil Widrichs Kurzfilm ist ein 7-minütiger 3D-remix von Spielfilmen aus den 1950ern und 60ern, die auf Glasscheiben projiziert und in 3D abfotografiert wurden. Uraufführung bei den 61. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen. Weitere Festivals: Diagonale, Zagreb Animafest, Karlovy Vary, Vila do Conde, Wroslaw, Bristol, Sevilla, Cambridge, Mailand und Wiesbaden. Gewinner von 7 internationalen Filmpreisen!

Link zu Making of, download Pressematerial

"'back track' präsentiert sich als weiteres Bravourstück eines der erfindungsreichsten Filmemachers Österreichs, dessen vertrackte Einfälle immer wieder größtes Vergnügen zu bereiten verstehen."
Peter Tscherkassky



Forschung, Universität für angewandte Kunst, 2016

Apertus AXIOM: die erste quelloffene professionelle Filmkamera

Das von der EU (Horizon 2020) geförderte Projekt AXIOM entwickelt die erste open source Filmkamera. Das Projekt wird von der Universität für angewandte Kunst koordiniert und ist Art & Science zugeordnet. Das Projektkonsortium besteht neben der Angewandten aus der Apertus Association (Österreich), antmicro (Polen), af inventions (Deutschland) und Denz (Deutschland). 
Ausstellung, checkpointmedia, 2014

Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof

Nach einer mehrstufigen Ausschreibung wurde die ARGE checkpointmedia Multimediaproduktionen AG / OMS Objektmanagement Service GmbH im Juni 2013 als Totalunternehmer mit der Gestaltung, Errichtung und Einrichtung des neuen Museums beauftragt.

Architektur
Architekt Gustav Pichelmann schuf einen Museumszugang über eine seitlich zu der großen Treppenanlage gelegene, zur Bestandsrampe leicht verdrehte, gegenläufige Rampe und einen Treppenlauf, beide markiert durch hohe, helle Stelen. Beton- und Natursteinblöcke begrenzen die Rampe und betonen den nahezu 30 Meter langen Weg nach „Unten“. Die Konstruktion setzt ein klares Zeichen ohne jedoch dem historischen Gebäude entgegen zu wirken.

Das Niveau des Museums liegt einen halben Meter über der ursprünglichen historischen Souterrainfläche. Aus dem Foyer entwickelt sich so im Museumsbereich ein Steg, der die Besucher über dem Bodenniveau durch die Ausstellung führt, sodass von hier aus Exponate, Vitrinen und Medienstationen betrachtet werden können. Während der Raum im Dunklen bleibt, sind die Exponate und Vitrinen in weißem Licht gehalten und der Steg in gelbliches warmes Licht getaucht.

Museumskonzept
Die Besucher folgen hier auf der Erzählebene den Abschnitten eines Trauerfalls: Gestorben – Betrauert – Geführt – Bestattet – Erinnert.

Im Museum werden über 250 Originalobjekte sowie Bildmaterial – vielfach zum ersten Mal – aus den Archiven der Bestattung und Friedhöfe Wien ausgestellt. Unter anderem ist ein originaler Fourgon (Kutsche für Leichentransport) aus der Zeit um die vorige Jahrhundertwende zu sehen. Zahlreiche Uniformen der üppigen Tracht nach dem Spanischen Hofzeremoniell bis zum schlichten Talar der Gegenwart werden präsentiert. Ein Herzstichmesser und ein Rettungswecker sind als skurrile Relikte einer Zeit zu sehen, als man fürchtete, lebendig begraben zu werden. Ein Klappsarg von 1784, aus der Zeit Joseph II, lässt ahnen, wie Mozart bestattet wurde. Als ein Stück Zeitgeschichte ist eine Rechnungsanweisung des kaiserlichen Hofs ausgestellt für die Überführung und Bestattung von Franz Ferdinand und seiner Gattin nach dem Attentat von Sarajewo.

Multimedia
Auf dreizehn Monitoren sind Videos zu sehen, die großteils aus noch nie gezeigtem Material bestehen. Unter anderem sind Filmausschnitte aus dem Österreichischen Filmarchiv zu sehen – mit neu entdecktem und restauriertem Material von dem Begräbnis Franz Josephs I und dem prächtigen Trauerzug für Albert Baron Rothschild. Die Videos ergänzen die ausgestellten Objekte und setzten sie in einen Kontext zu jener Zeit, aus der sie stammen.

Eine Videoinstallation aus medialen Elementen und realen Objekten zeigt Partezettel aus verschiedenen Jahrhunderten. Von der Hausbesitzersgattin bis zum ehemaligen Burgtheaterdirekter Haeussermann – die Trauer über den Tod eines Menschen hat sich nicht geändert, der Ausdruck dieser Trauer jedoch schon.

Zwei Guckkästen zeigen im Stil der Zeit die verschiedenen Begräbnisklassen. Eine perspektivische Darstellung, die aus Kulissenelementen, Lichtstimmungen und 3D-Videoeinblendungen entsteht, präsentiert die Pracht der Aufbahrungen in der High Society der vorigen Jahrhundertwende – und den Gegensatz zu den Leichenbegängnissen Normalsterblicher.

Auf einer Audiostation kann das Publikum den zurzeit beliebtesten Liedern für Bestattungen lauschen.

Bau
Das Museum hat eine Gesamtfläche von etwas mehr als 500m², 300m² davon werden für die Dauerausstellung genutzt. Es wurden rund 16 Tonnen Gussasphalt ausgebracht, 130m³ Beton verbaut, 15km Kabel verlegt und 3km Lüftungs-, Heizungs-, und Wasserkanäle verbaut. Pro Stunde werden ca. 3600m³ Luft umgewälzt um ein geeignetes Klima für die teils empfindlichen und historischen Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Die Zeitspanne zwischen den Einreichungen und der Übergabe betrug  395 Tage gesamt und die Baukosten beliefen sich auf rund € 2,5 Millionen. Eine besondere Herausforderung stellte die Implementierung des hochmodernen Museums in den Keller eines historischen Gebäudes dar, mit allen Schwierigkeiten von der unsichtbaren Unterbringung einer enormen technischen Ausstattung bis hin zur Sanierung des Altbestandes.

Das Wiener Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof vermittelt mit seinen Originalobjekten und dem historischen Bildmaterial nicht nur Wissen über die Wiener Bestattungs- und Friedhofskultur. Es präsentiert auch die typisch wienerische Art, mit dem Tod umzugehen. Seine Lage auf dem zweitgrößten Friedhof Europas, dem Wiener Zentralfriedhof, lädt zu einem anschließenden Rundgang ein.
Forschung, Universität für angewandte Kunst, 2018

Die Zukunft der Leitwarte

Die Abteilung Art & Science an der Universität für angewandte Kunst führt das Projekt "Die Zukunft der Leitwarte" durch. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, den gegenwärtigen Zustand von Leitwarten zu hinterfragen und neue Konzepte und Designs zu entwickeln, wie diese in Zukunft aussehen können. Das Forschungsfeld beinhaltet Geschichte, Film, Architektur, Mensch-Maschine-Interaktion, Software, GUI-Entwicklung und die Politk des Interface-Designs.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2014

The Essence14

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 26. Juni 2014 bis 13. Juli 2014
Öffnungszeiten: Täglich außer Mo 10:00 bis 18:00; Do 10:00 bis 21:00.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2014

Biosphere n+1

Models and Realities: Versions of Sustainability
Ausstellung und transdisziplinäres Stück in 3 Akten
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Aula Franz Schwackhöfer Haus, Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien

Die Vision einer nachhaltigen Zukunft unseres Planeten veranlasst zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen sich für deren Realisierung einzusetzen. Bei Biosphäre 2 handelte es sich um eine großmaßstäbliche Modellwelt mit dem Ziel, Wechselwirkungen zwischen Menschen, Landwirtschaft und Technologie zu studieren. Dieses ökologische Experiment wurde in den 1990er Jahren in der Wüste von Arizona durchgeführt und trachtete nach der Errichtung eines weitgehend in sich geschlossenen Systems, welches wichtige Faktoren des Ökosystems Erde abbilden sollte. Im Vergleich, aber nicht unbedingt im Gegensatz, zu den ausgefeilten Computermodellen, welche gegenwärtig verwendet werden, um reale Systeme zu simulieren und zu kontrollieren, und die sich um die Implementierung von Nachhaltigkeit bemühen, kann das Projekt von Biosphäre 2 als ein Modell für eine experimentelle und performative Lebensart gelesen werden, welches davon träumt traditionelle Narrative über "die Natur" oder "das Soziale"  neu zu formulieren.
Die Kooperation zwischen Studierenden des Masterstudiums Art & Science und dem "Doktoratskolleg Nachhaltige Entwicklung" nützt Biosphäre 2 als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines transdisziplinären Stückes in drei Akten, welches "biosphärische" Versionen von Nachhaltigkeit inszeniert.
Download Folder

checkpointmedia, 2014

Silhouette International – Film zum 50-jährigen Jubiläum

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Silhouette International Schmied AG entstand ein fast dreiminütiger Animationsfilm, der die Zuseher auf eine schwungvolle Zeitreise durch die Geschichte der weltweit führenden Marke bei leichten Brillen führt.

Beginnend ab dem Jahr 1964 zeigt der Film pro Jahrzehnt jedes Kapitel in einem eigenen grafischen Stil.

Die 1960er Jahre: Aufgrund der damals vorherrschenden französisch geprägten Mode, wurde bei der Gründung des österreichischen Familienunternehmens ein international leicht verständlicher Name, Silhouette, gewählt. Der damalige Lifestyle-Konsum führte zu einem baldigen Export der Brillen in die ganze Welt.

Die 1970er Jahre stehen für ein neues Gefühl von Freiheit: "Love, Peace and Music" lautet die Devise der Zeit. Unter dem Motto "Think Pink", nicht alles so schwer zu nehmen, wurde die erste Brille mit randloser Fassung kreiert – ein Konzept, das zur Kernkompetenz von Silhouette werden sollte.

Die Mode der 1980er Jahre war einerseits gekennzeichnet durch einen Boom der Fitnesskleidung, andererseits sollten männlich konnotierte Brillen der Frau mehr Respekt und Raum verleihen. Neue Materialien verliehen den Brillen von Silhouette "Erleichterung", wie etwa der von Silhouette entwickelte Kunststoff SPX.

In den 1990er Jahren kreierte Silhouette Dekors mit afrikanischem Wildtiermuster, setzte puristische Brillen in nie dagewesener Leichtigkeit und technischer Perfektion um und brachte schließlich mit der ersten Brille der Titan Minimal Art ein technisches Meisterwerk auf den Markt.

Die 2000er Jahre führten die Titan Minimal Art auf 35 Missionen mit der NASA ins Weltall und seit dem Ende dieses Jahrzehnts prägt die kaum spürbare, rand- und schraubenlose Brille auch das moderne Gesicht auf der Erde.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2013

Crucial Experiments

Eine Ausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien im Rahmen der Vienna Art Week 2013
19. bis 22. November 2013, MuseumsQuartier/Ovalhalle, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Das Ausstellungsprojekt zielt auf die Reinszenierung naturwissenschaftlicher Experimente ab, welche als entscheidend für die weitere Entwicklung angesehen werden. Was ist ein experimentum crucis oder crucial experiment? Man könnte sagen, es handle sich um ein Experiment an einem Wendepunkt, welches eine Entscheidung herbeiführt, wie fortzufahren sei. Man denke zum Beispiel an Einsteins Relativitätstheorie: seine berühmten "Gedankenexperimente" waren elegant, aber wie konnten sie ihren Bezug zur Realität beweisen? Oder man denke an Newtons Prismen-Experimente zur Lichtbrechung, um die Zusammensetzung des Lichts zu zeigen. Heutzutage könnte ein solches Schlüsselexperiment zum Beispiel die "De-Broglie-Bohm Trajektorien für ununterscheidbare Teilchen" austesten, um den Welle-Teilchen-Dualismus neu zu überdenken. Es gibt Schlüsselexperimente, die als erfolgreich gelten, und andere, die vollkommen gescheitert sind: man vergleiche dazu den Beitrag im Journal of the American Society for Psychical Research von 1907, in welchem ein Mediziner zu dem Schluss kommt, dass die Substanz der Seele 21 Gramm wiegen müsse. Und schließlich gab es höchst umstrittene Experimente, die von der wissenschaftlichen Agenda getilgt wurden, als ob deren AutorInnen behauptet hätten, Gold aus Sand gewinnen zu können: dennoch mag es sich vielleicht immer noch lohnen, die Frage zu verfolgen, ob ein chemischer Transfer von Wissen möglich ist oder ob die Kalte Fusion unser Energieproblem lösen könnte.

Die Ausstellung versammelt Fallbeispiele von Schlüsselexperimenten, die Studierende des Masterstudiums Art & Science im Zuge ihrer Untersuchungen zum Thema experimentum crucis in den Wissenschaften ausgearbeitet haben. Der methodische Rahmen der "Reinszenierung" erlaubt die Verfolgung von historischen oder gegenwärtigen, realistischen oder fiktionalen, misstrauischen oder obsessiven Herangehensweisen, um den Aufbau von Experimenten unter Einbeziehung von verschiedenen künstlerischen Medien und Forschungsstrategien zu ergründen. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Forschung vermitteln einen Eindruck von den unsauberen Schnittstellen und dem komplexen Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, Modellen und Beobachtungen sowie Vorhersagen und Wunschvorstellungen.

Die Auswahl der Fallstudien wurde in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen KooperationspartnerInnen von verschiedenen Universitätsinstituten in Wien erarbeitet. Die Studierenden von Art & Science haben sich bereits zuvor regelmäßig an den kooperierenden Instituten aufgehalten, um vor Ort eigene künstlerische Projekte mit aktuellen Fragestellungen in der Forschung in Beziehung zu bringen. Auf diese Vernetzung aufbauend sind die Gruppenarbeiten der Studierenden in einem interdisziplinären Austauschprozess zu Experimenten mit den jeweiligen Partnerinstituten weiterentwickelt worden. Die auf diese Weise reinszenierten Experimente sowie sich daraus eröffnende Fragestellungen werden im Rahmen der Vienna Art Week 2013 einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.
Ausstellung, checkpointmedia, 2013

Experimenta Heilbronn – Musikschmiede

Im Auftrag der experimenta Heilbronn entwickelte und realisierte checkpointmedia eine neue Musikschmiede mit drei Studios.

Hier können Kinder und Erwachsene Bands formieren und eigene Songs in fünf verschiedenen Musikstilen erstellen. Je nach gewähltem Stil und Instrumenten kann aus einer Vielzahl von vorgefertigten Takten (Notenabfolgen, Sounds) für jeden Songteil eine Auswahl getroffen und so ein neuer Song arrangiert und zusammengestellt werden. Diese Songs sind auch nach dem Besuch als Notenblatt sowie per Downloadlink als Audiofiles verfügbar. Eine Datenbank verwaltet alle Lieder und ermöglicht den Besuchern in einer „Musikbox“ alle dort gespeicherten Songs anzuhören und zu bewerten.

checkpointmedia stand vor der Aufgabe, auch Nicht-Musikern die Arbeit mit Musik und die Entstehung von Songs zugänglich zu machen. Die Inszenierung einer Studio-Atmosphäre mit Akustikdämmung an den Wänden, hochwertiges Audioequipment und Userinterfaces, die sich an professioneller Audiosoftware orientieren, machen das Erlebnis komplett.

Die Besucher werden an den Studioterminals empfangen und holen sich zu Beginn ihre Audioausrüstung, bestehend aus Kopfhörer, Controller, Verbindungskabel und einem Instrumentenstecker. Ein Song kann allein, mithilfe des Computers oder mit einer Band aus bis zu vier Mitgliedern komponiert werden. Von Anfang an begleitet das Maskottchen der Musikschmiede, der kleine Rockstar, die Besucher. Er gibt Tipps, erklärt Abläufe oder empfiehlt, wie man mit dem eigenen Song-Arrangement und Aufbau weiterkommt.

Zu jedem Musikstil gehören vier Instrumente, die gemeinsam eine komplette Bandbesetzung ergeben. Die Musikstile orientieren sich an bekannten Bands und Interpreten aus den internationalen Charts.

Das Equipment wird an den Studios verkabelt, wobei die Software live Feedback über jede Steckverbindung gibt. Die Eingabe erfolgt über einen Touchscreen und über den von checkpointmedia eigens entwickelten Controller. Mit diesem werden Instrumententracks programmiert und angehört. Dazu stehen Tausende Variationen zur Verfügung, die frei kombinierbar sind. Ausgewählte Variationen erscheinen nach Eingabe am Bildschirm sofort als Notation. Sämtliche Variationen liegen als Midi-Files vor, aus denen in Echtzeit mittels einer Sampledatenbank der entsprechende Instrumentenklang erzeugt wird.

Hinter den Kulissen werden die Studios von leistungsstarken Computern und High-End-Studioequipment, wie z.B. der Software „Komplete 8“ von Native Instruments, Audiointerfaces von RME und Kopfhörerverstärkern von ART, betrieben.

Das Raumdesign ist modular aufgebaut und verbindet Elemente des Studiodesigns mit didaktischer, selbsterklärender und ansprechender Aufbereitung für die Hauptzielgruppe der jugendlichen Besucher.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2013

The Essence13

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 26. Juni 2013 bis 14. Juli 2013
Öffnungszeiten: Täglich außer Mo 10:00 bis 18:00; Do 10:00 bis 21:00.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2013

14/16, on-site research

micro-exhibits at six places
In order to investigate the relationships between different artistic and scientific representational cultures, students of the master degree programme "Art & Science" left the studio at the University of Applied Arts Vienna and dispersed to several scientific partner institutions. They entered worlds with different questions and found open-minded researchers and scientists to carefully observe. Being not invisible themselves, the observers unwittingly left marks in their field of observation and quickly became study subjects as well. To reflect on this process of ‘observed investigation’ 16 students implemented 14 small site-specific works at the partner institutes creating a larger network of ‘micro exhibits’. A bus tour circumscribing the new found interlacing relations and now much extended lab space of the students concludes this winter semester’s journey: the search for correlations between art and science went beyond distanced observation and started to inspire relationships between different types of researchers.
Download folder.

All places with exhibits:
Department of Limnology, Althanstraße 14, 1090 Vienna
Research Institute of Wildlife Ecology, Savoyenstraße 1, 1160 Vienna
Institute of Science and Technology Austria, Am Campus 1, 3400 Klosterneuburg
Department of Diagnostic Radiology, Währinger Gürtel 18-20, 1090 Vienna
Kea Lab, Haidlhof 204, 2540 Großau/Bad Vöslau
Art & Science Studio, Vordere Zollamtsstraße 3, 1030 Vienna
Publikation, 2012

Hundert Jahre Kupelwieser auf dem Mönchsberg

"Eine kleine Haus- und Familiengeschichte" von Hans Widrich, herausgegeben von Virgil Widrich
Bühne, Drehbuch

Black Cat/New Angels

Musiktheaterproduktion für einen Tenor, zwei Tänzer und Barockensemble nach der Novelle "The Black Cat" von Edgar Allan Poe. Musik von Johann Sebastian Bach und David Sylvian. Nach einem Konzept von Martin Haselböck, Frank Hoffmann und Virgil Widrich. Uraufführung am 19.11.2012 im Théâtre National du Luxembourg.
Eine Koproduktion von Théâtre National du Luxembourg und Musikkonzept Wien
Ausstellung, checkpointmedia, 2012

Naturhistorisches Museum Wien – Meteoritensaal

Als eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt betreut das Naturhistorische Museum Wien wissenschaftlich 30 Millionen Objekte. Seine frühesten Sammlungen sind über 250 Jahre alt.

Für die Wiedereröffnung der weltweit größten und ältesten Meteoritenschausammlung am 14. November 2012 wurde die umfassende Sammlung an außergewöhnlichen Exponaten behutsam mit Medienstationen, interaktiven Hands-on-Stationen und Animationen erweitert. checkpointmedia entwickelte gemeinsam mit den Kustoden des Naturhistorischen Museums und dem Architekturteam von Arno Grünberger/Spurwien eine zeitgemäße Form der Wissensvermittlung.

In bilderreichen Informationsclips werden den Besucherinnen und Besuchern einzelne Themen rund um die allgemeine Meteoritenforschung und in Bezug auf die besondere Wiener Sammlung nähergebracht. Das Ausmaß einer möglichen Zerstörung Wiens durch den Einschlag eines Meteoriten können die Museumsbesucherinnen und -besucher interaktiv über eine Hands-on-Station steuern oder sich von der animierten Inszenierung zur Entstehung des Sonnensystems emotional packen lassen. Besondere Objekte können im Detail durch eine Lupe betrachtet werden, die via Monitor Zusatzinformationen vermittelt. Ein interaktives Quiz fordert das Publikum auf, zu erraten, ob die ausgestellten Meteoriten- und Gesteinsmuster tatsächlich aus dem All kommen oder doch von der Erde stammen.
Vortrag, 2012

Die Nacht der Avantgarde - Filme anders sehen

Die ORF Kultur zeigt am Montag, 22.10.2012 um 00:00 in ORF 2 anlässlich der 50. Viennale Schätze des österreichischen Avantgarde-Films von mittlerweile fünf Generationen. Vor allem die Werke junger FilmemacherInnen sind zu sehen. "Kein MTV ohne Kurt Kren" ist das Kürzel, auf das sich die internationale Kritik zum weltweiten Erfolg des Genres aus österreichischen Werkstätten geeinigt hat.
Präsentiert wird die Nacht des österreichischen Avantgarde-Films von Filmemacher Virgil Widrich. Er meint: "Während sich der Spielfilm um das Bewusste kümmert, schabt die Avantgarde am Unbewussten. Das macht sie oft unheimlich, aber auch sehr anziehend."

Montag, 22.10.2012, 00:00, ORF 2, 120 min.


Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2012

The Essence12

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 27. Juni 2012 bis 15. Juli 2012
Öffnungszeiten: Mo bis Mi, Fr bis So: 10:00 bis 18:00, Do 10:00 bis 21:00.

The title Here and There refers to an on-going research and investigation project of the students of the Art & Science master  programme. At the beginning of the summer semester, the programme entered into a cooperation phase with several scientific institutions in Austria, and students began to perform ethnographic research, in various scientific fields of their choosing. Through means of participatory observation, it was (and is) an attempt to deepen their understandings of research practices and scientific lifestyles.
Here and there also relates to an oscillating emotional and intellectual (and epistemological) moving between world-views, disciplines, practices, rituals, languages and theories. This travelling between art studio and scientific lab, artist and researcher, attempts to give the students the opportunity to track down a matter of concern and to develop a research question, with the potential to be elaborated into a master thesis. The work on display mirrors some of the experiences and reflexions of the participants in these cooperations.
Ausstellung, checkpointmedia, 2012

Erste-Campus-Schauplatz – Besucherzentrum für das neue Headquarter der Erste Group

Inmitten des neuen Stadtviertels "Quartier Belvedere" errichtet die Erste Group auf dem Gelände des ehemaligen Wiener Südbahnhofs bis 2016 ihr zukünftiges Headquarter. Mit diesem umfassenden Projekt positioniert sich die Erste Group als innovatives Unternehmen mit Weitblick: Der zentrale Standort neben dem neuen Hauptbahnhof und die offene Architektur schaffen, unter anderem durch verkürzte Wegzeiten und optimale Kommunikationsmöglichkeiten, ein zukunftsorientiertes Lebens- und Arbeitsumfeld. Der Erste Campus wird zu einem Ort der Begegnung, der als Motivation und Inspiration für alle Mitarbeiter dient und auch die Kunden der Erste Group mit einbindet.

Das Besucherzentrum "Erste-Campus-Schauplatz" weckt Neugierde und Interesse: Schon während seiner Entstehung kann das Publikum das zukünftige Headquarter besuchen, erleben und entdecken. Warum hat sich die Erste Group für diesen Standort entschieden? Was bewirkt dieser moderne "Zusammenarbeitsplatz" bei Mitarbeitern und Kunden? Und was trägt die offene Architektur des Erste Campus dazu bei?

Der Ausstellungsraum zitiert die biomorphe Form der vier Gebäudekomplexe des Erste Campus in Form einer geschwungenen weißen Wand. Als grafisches Leitsystem dienen große Überschriften, die wichtigsten inhaltlichen Schwerpunkte werden anhand von Textpassagen, Zahlen und Fakten sowie Renderings und Entwurfspläne vermittelt.

In Videos kommen die Vorstände der Erste Bank zu Wort, Henke Schreieck Architekten erklären ihr gestalterisches Konzept dieser urbanen Stadtlandschaft. Multimediale Inszenierungen illustrieren die Entwicklung des Erste Campus: Ein multimedial hinterlegtes Modell macht das Gebäude virtuell erlebbar, interaktiv steuern die Besucher den bisherigen Baufortschritt des Projekts, eine künstlerische Animation zeigt den künftigen Erste Campus im Wandel der Jahreszeiten.
Forschung, Universität für angewandte Kunst, 2016

Flüssige Dinge/Liquid Things

Materialien waren immer schon Träger von Nachrichten. In unserer heutigen Situation bekommen sie allerdings eine neue Relevanz aufgrund der wachsenden Informationsströme, die unsere Gesellschaften kontinuierlich formen. Infolgedessen arbeiten viele wissenschaftliche Felder gleichzeitig daran, die Möglichkeiten der Materie zur Handhabung dieser Ströme zu erweitern. Auf dem Weg zur Realisierung von Konzepten wie "programmable matter" und "adaptive architecture" entstehen Forschungsgruppen zu "mediated matter", transitiven Materialien und Metamaterialien. Diese noch jungen Bereiche durchzieht ein mechanistisches Denken, das vielversprechende Aspekte neuer, aktiver und formwandlerischer Materialien jedoch unbeachtet lässt.
Unter Berücksichtigung von Gaston Bachelards poetischen Essays über den Einfluss von Materie auf die Imagination und vor dem Hintergrund einer seit Ovids "Metamorphosen" andauernden zweitausendjährigen Aufladung unserer Kultur mit Ideen der Gestaltwandlung soll eine praktische und kritische Annäherung an die Entwicklungen in den konvergierenden Bereichen von Physik, Chemie, Computer- und Materialwissenschaften stattfinden, um Fragen wie nach der psychischen Resonanz aktiv werdender Materialien oder nach ihrem Potenzial zur Neuverhandlung unserer dinglichen Wirklichkeit entgegenzutreten.
Beide relevanten Bezugssysteme, nämlich wissenschaftliche Entwicklungen und die Imagination, die sich mit Transformationen von Materie beschäftigt, werden zusammengeführt, um mittels neuer Ansätze, Konzepte und konkreter Aktionen bestehende künstlerische Perspektiven zu erweitern.
Das Projekt Liquid Things widmet sich der künstlerischen Grundlagenforschung und ist in drei Blöcke gegliedert: Material/Technologie, Theorie/Reflexion und Kunst/Prozess, mit jeweils mehreren internationalen Einladungen zu konzentrierten, zeitlich beschränkten Kooperationen mit individuellen Abschlusspräsentationen. Das erste Modul konzentriert sich auf Experimente mit neuartigen Materialien; das zweite vertieft den Kontext und bestimmt den theoretischen Rahmen unserer Recherchen; das dritte beinhaltet die Herstellung von künstlerischen Prototypen. Die wichtigsten Ergebnisse werden präsentiert in: zwei Workshops über den künstlerischen Umgang mit aktiven Materialien, einem Symposium, welches das theoretische und praktische Feld des Projekts in Hinsicht auf art-based research reflekiert, einer Ausstellung, die die Prototypen zur Diskussion stellt und einer abschließenden Buchpublikation, die die Prozesse, Kollaborationen, Aktivitäten und Resultate des Projekts zusammenfasst. Die drei Blöcke greifen stark ineinander und ermöglichen es, einen kritischen und gleichzeitig wohlwollenden neuen Umgang, eine vertiefende Kollaboration, mit dem Material, zu entwickeln.
Roman Kirschner
Publikation, 2011

An envelope for arts, sciences, politics and us

Mixing realities and mediating myths & methods
Herausgeber: Valerie Deifel, Bernd Kräftner, Virgil Widrich

Sealed in the book/envelope are a variety of thoughts, images, considerations, and theoretical references about the immediate and broader context of establishing an Art & Science class at the University of Applied Arts Vienna. Two main sources of material are combined: first, contributions that document the development of the department; and second, contributions by invited guests and interesting positions that refer to a wider art/science field. The compiled materials reflect upon experimental investigations into the reality of production of systems, discourses, and institutional structures. The book contributes to the questions of how artistic and scientific methods and practices relate to each other, and how these relations can be enriched and transformed.
Abstract by Valerie Deifel
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2011

Things that talk

Schaustücke aus dem Archiv der Freunde des Naturalienkabinetts
Eine Kooperation der Universität für angewandte Kunst/Art & Science und des Naturhistorischen Museums Wien anlässlich der Vienna Art Week 2011. Naturhistorisches Museum, Burgring 7/Stiegenaufgang, 1010 Wien

Wie nehmen wir Bezug auf Dinge und wie kommunizieren Dinge umgekehrt mit uns und untereinander? Im Naturhistorischen Museum Wien drängt sich diese Frage auf, da sich eine überwältigende Vielfalt von Dingen versammelt findet. Diverse Gegenstände werden in den Schauräumen präsentiert, sind in Archivräumen verborgen, in die Infrastruktur integriert oder existieren in einem Raum dazwischen. Die Dinge sind wie wir in das Bezugssystems des Museums eingebunden und darin Akteure.
Die Ausstellung Things that talk will die hybride Entität von Dingen als Akteure untersuchen und ihr Verhältnis mit uns und unter sich weiter ermitteln. Die Studierenden treten dafür mit Gegenständen im Gebäude des Naturhistorischen Museums in Beziehung und stellen Nachforschungen zu Geschichte, Platzierung, Qualitäten und zu verbundenen gegenwärtigen Fragestellungen an. Aus dieser Auseinandersetzung mit den Dingen resultieren die gezeigten Arbeiten, die unscheinbare Einzelheiten in den Vordergrund rücken und eine Perspektive der Dinge artikulieren wollen.
Publikation, checkpointmedia, 2011

Inszenierung und neue Medien – 10 Jahre checkpointmedia: Konzepte, Wege, Visionen

Seit 2001 produziert die checkpointmedia AG mit Sitz in Wien multimediale Gesamtkunstwerke für Ausstellungen, Museen, Besucherzentren und Organisationen. Neben einem Überblick über die Projekte der letzten zehn Jahre bietet das Buch "Inszenierung und neue Medien - 10 Jahre checkpointmedia: Konzepte, Wege, Visionen" Essays von führenden Akteuren der Gegenwart zum aktuellen Diskurs im Bereich von Medien, Erlebniswelten, Kommunikation und Internet. Die Beiträge der Experten sind sieben Kapiteln zugeordnet und werden mit Projekten von checkpointmedia illustriert. Das Buch erläutert die unterschiedlichen Aspekte der Arbeit, von Research, künstlerischer Auseinandersetzung, Storytelling, Vermittlung über Design, Architektur, Integration neuer Technologien wie Websites und Content-Management-Systeme bis zu Identität, Kultur, Kommunikation und Realisation, die untrennbar miteinander verbunden sind.
Erschienen im Springer-Verlag Wien/New York.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2011

The Essence11

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien.
MAK – Museum für angewandte Kunst Wien, Weiskirchnerstraße 3, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 28. Juni bis 17. Juli 2011
Öffnungszeiten: Di 10 bis 24 Uhr, Mi bis Do 10 bis 18 Uhr
Drehbuch, Film

warning triangle

A 2011, Kurzfilm, Video, 4:3
Länge: 6 min.

Found-footage Filmcollage über die zerstörerische Dreiecksbeziehung zwischen einen Mann, einer Frau und ihrem Auto. Produziert für die Ausstellung "Fetisch Auto. Ich fahre, also bin ich." im Museum Tinguely in Basel.
YouTube: film
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2011

Parameter{world} – parameters for every or no thing

Ausstellung an der Universität für angewandte Kunst
Am 29.3.2011 findet die Vernissage zur Ausstellung "parameter{world} – parameters for every or no thing" statt. StudentInnen des Master-Lehrgangs "Art & Science Visualization“ an der Universität für angewandte Kunst Wien (künstlerische Leitung Virgil Widrich) zeigen ihre Projekte.
Ausstellungsdauer: 30.3. bis 1.4.2011. Ort: Vordere Zollamtsstr. 3, 1030 Wien, Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr.
Flyer download.
Ausstellung, checkpointmedia, 2010

Ausstellung "90 Jahre Salzburger Festspiele – Das große Welttheater"

2010 feierten die Salzburger Festspiele ihr 90-jähriges Bestehen. Eine klassische Ausstellung mit Tafeln, Objekten und Modellen erschien keine adäquate Darstellung des vielfältigen künstlerischen Schaffens zu sein. Präsentation und Inhalt wurden entsprechend dem breiten Spektrum "aufgefächert". Tonspuren und Sprachamplituden zentraler Dokumente aus der Geschichte der Salzburger Festspiele wurden zu Generatoren von Ausstellungsflächen, die als Spanten wiederum zum Träger des Inhalts wurden. Die Geschichte der Salzburger Festspiele wurde damit in den Raum hereingeholt, der Besucher konnte die Ereignisse nicht nur betrachten, sondern sich in ihnen bewegen. Die Spanten wurden durch eine Zeitleiste verbunden, welche die Entwicklung der Salzburger Festspiele über die Jahrzehnte nachvollziehbar machte. Dabei wurden nicht nur die einzelnen Persönlichkeiten und ihr Werk vorgestellt, sondern auch die Verquickung mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen dargestellt sowie Ambivalenzen, Brüche und Kontinuitäten, die das Festival prägten und prägen, aufgezeigt.

Die einzelnen Exponate der Ausstellung wurden auf den Spantenflächen präsentiert und damit aus der traditionellen zweidimensionalen Präsentationsform losgelöst. Es entstanden "Fenster" (Öffnungen), die Einblicke in die 90-jährige Geschichte der Salzburger Festspiele freigaben. Kostüme und eine Jedermann-Installation ragten aus den Spanten in den Ausstellungsraum und damit in den Weg des Besuchers hinein. Höhe- und Endpunkt des Rundgangs war die zentrale Installation der "Weltbühne" - eine stilisierte Bühne mit multimedialer Bespielung.

Die Medieninstallation "Das Große Welttheater" war eine "Meta-Aufführung" aus den wichtigsten Produktionen der letzten neun Jahrzehnte, die zu einer neuen Inszenierung zusammengesetzt wurde. Die Bühne war ein abstraktes Modell, das die Spielstätten der Festspiele, ganz nach Max Reinhardts Motto "die Stadt als Bühne", zitierte und nachbildete. Die Projektion erfolgte unter dem sogenannten "Augmented reality"-Ansatz: Die Projektoren waren pixelgenau auf das Modell eingerichtet und erkannten deren Form. Jede der 22 im Bühnenraum angeordneten Modellflächen konnte ein anderes Video wiedergeben.

17. Juli bis 26. Oktober 2010 im Salzburg Museum.



Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2010

The Essence10 – Hyperaktive Prototypen

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 24. Juni 2010 bis 18. Juli 2010
Öffnungszeiten: Mo bis So 10:00 bis 18:00, Do 10:00 bis 21:00.

Hyperaktive Prototypen
Im Rahmen der Jahresausstellung der Angewandten "The Essence10" präsentiert die Abteilung Digitale Kunst unter dem Titel "Hyperaktive Prototypen" 15 Arbeiten von AbsolventInnen der Digitalen Kunst im Wiener Künstlerhaus vom 24. Juni  bis 18. Juli 2010.
Das Spektrum der ausgewählten Werke umfasst interaktive und netzbasierte Installationen, algorithmisch gestaltete Skulpturen, sensorgesteuerte Objekte, reaktive Klangskulpturen, Klang-Environments und mobile Klanginstallationen.
Die Arbeiten sind Prototypen unterschiedlicher künstlerischer Herangehensweisen und medienästhetischer Umsetzungen. Sie sind Ergebnisse künstlerisch experimenteller Auseinandersetzung mit  algorithmisch bestimmter, prozessorientierter, spatialer Medialität.
Der vorliegende Katalog dokumentiert in komprimierter Form die einzelnen Projekte, die im Studienjahr 2009/10 an der Abteilung Digitale Kunst als Diplomarbeiten eingereicht wurden. (Diplombetreuung: Architekt DI Nicolaj Kirisits, a.o. Univ.-Prof. Mag. art. Ruth Schnell und Univ.-Prof. Virgil Widrich.)

Wien, Juni 2010
Univ.-Prof. Virgil Widrich

Download Katalog
Drehbuch, Film

make/real

A 2010, Kurzfilm, Video, 4:3
Länge: 5 min.

Eine surreale Montage aus Science-Fiction-Filmen über das öffentliche Bild des Roboters, zusammengestellt für die Ausstellung "Roboterträume" im Kunsthaus Graz und Museum Tinguely in Basel.
YouTube: film
Ausstellung, checkpointmedia, 2009

Ausstellung "Linz. Stadt im Glück" – Europäische Kulturhauptstadt Linz 2009

Linz ist ein besonderer Fall einer Landeshauptstadt. Lange musste die Stadt gegen ihr provinzielles Image kämpfen, viele Jahre stand sie als stinkende Industriestadt ohne Charme in Verruf, und der Schatten der unglückseligsten Zeit, als sie die Patenstadt des "Führers" war, reicht bis in die Gegenwart. Seit den 1970er Jahren hat sich jedoch ein tiefgreifender Wandel in der Stadt vollzogen. Ziel eines Forschungsprojektes unter der Leitung von Thomas Philipp (LIquA - Linzer Institut für qualitative Analysen) und der Ausstellung war es, bei der zentralen Fragen zu dieser Entwicklung Position zu beziehen: Was macht Linz zu einer Industrie- und Kulturstadt? Welche Ereignisse haben sich dem kollektiven Gedächtnis eingeprägt? Wie blicken in Linz lebende und arbeitende Menschen auf ihre Stadt? Die Geschichte von Linz wurde anhand von verschiedenen, teils sehr persönlichen Perspektiven aufgearbeitet. Damit wurden die klassische Art der Präsentation eines Stadtmuseums umgangen, lokale Besucher direkt angesprochen und das (inter-)nationale Publikum der Kulturhauptstadt Linz09 mit neuen Zugängen konfrontiert. In der szenischen Inszenierung war die Ausstellung als stilisiertes Wohnhaus gestaltet, in dem jeder Raum ein Thema beherbergte. Dabei waren die Rauminstallationen als Gestaltungselement, aber auch als Kommentar zu verstehen. Informationen wurden über Texte und Zeitungsartikel aus dem jeweiligen Zeitabschnitt vermittelt. In den Raum eingebettet fanden sich Video-installationen, die Interviews mit Linzern zu Themen ihrer Stadt zeigten.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2009

The Essence09 – Digital Traces

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien.
Vordere Zollamtstraße 3, Raum EG11, A-1030 Wien, Ausstellungsdauer: 26.06.09 bis15.07.09, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11:00 bis 18:00 Uhr.

Digital Traces
Im Rahmen der Jahresausstellung der Angewandten "Essence09" präsentiert die Abteilung Digitale Kunst Diplomarbeiten des Sommersemesters 2009.
Die 10 ausgewählten Arbeiten sind Prototypen unterschiedlicher künstlerischer Herangehensweisen und medienästhetischer Umsetzung und damit gleichzeitig Beispiele für die Diversität des Produktions- und Forschungsfeldes der digitalen Kunst, wie sie an der Universität für angewandte Kunst entwickelt und gelehrt wird.
Das Spektrum der hier gezeigten Arbeiten umfasst interaktive Installationen und Videoskulpturen, GAMEArt, Internet- und Webcamprojekte und kinetische Objekte.
Sie sind Ergebnisse der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen informationstechnologisch bedingter Veränderungen auf unsere Wahrnehmung und unser Wirklichkeitsverständnis im Zeichen des digitalen Codes.

Wien, Juni 2009
Univ.-Prof. Virgil Widrich, Mag. art. Ruth Schnell

Download Katalog
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2009

Alias in Wonderland

Ausstellung der Abteilung Digitale Kunst/Universität für angewandte Kunst Wien,
25. Juni bis 12. Juli 2009, Freiraum/quartier21, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Text zur Ausstellung von Univ.-Prof. Virgil Widrich und Dipl. Ing. Arch. Nicolaj Kirisits:
Die Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt über Verweise und Abbilder. Im digitalen Zeitalter ist die Anzahl der Abbilder exponentiell gewachsen. Im Computer nennt man einen Verweis "Alias". Das Alias wurde erfunden, um Speicherplatz effizienter nutzen zu können. Das Alias ist in seiner Größe eingeschränkt, erzeugt jedoch bereits eine Idee des Originals, auf das es verweist. Das Alias im Computer ist ein Hinweisschild auf eine größere Datei und Referenz auf das anderswo Vorhandene. Ein Alias ist auch eine Art "Schlüssel", ein "rabbit hole" zur Erinnerung. 
In der Ökonomie der Aufmerksamkeit kann das Alias auch als Währung begriffen werden. Je häufiger eine Wissenschaftlerin/ein Wissenschaftler zitiert, eine Künstlerin/ein Künstler rezipiert oder ein Star kommentiert wird, desto höher der gesellschaftliche und monetäre Wert. Gleichzeitig stellt das Alias auch eine Reduktion des Originals dar, wobei sich Bilder besser reduzieren lassen als künstlerische Formate wie Theater, Performance oder interaktive Kunst. Künstlerische Formate, die die Reduktion nicht als Qualität nutzen können, sind im Verlorenen. Im Gegensatz dazu kommen banale Interventionen, deren reduzierte Abbilder Aufmerksamkeit erregen und sich als Alias leicht digital verbreiten lassen, zu ungeahntem Erfolg. 
Wie alles, entsteht auch die Kunst im Kopf der Rezipientin/des Rezipienten. Selbst das Original ist somit als Verweis auf diesen eigentlichen Ort, an dem Wirklichkeit entsteht, zu verstehen.
Das Konzept der Ausstellung "Alias in Wonderland" ermöglicht es, die Vielfältigkeit der Klasse "Digitale Kunst" und deren Arbeiten in einer Ausstellung gleichzeitig und kompakt zu repräsentieren. Für jedes "Original" wurde ein Alias geschaffen, wobei gelegentlich auch das Alias selbst das Original sein kann. Das vorgegebene Format für diese Ausstellung ist ein Bereich von 30 mal 30 mal 30cm und befindet sich auf einem fahrbaren Sockel. Jedes Alias kann von BesucherInnen im Wonderland verschoben werden. Zwei Andockstationen lösen dem Werk zugeordnete und weiterführende Informationen und Medieninhalte aus. Die Originale befinden sich anderswo.

Publikation, Universität für angewandte Kunst, 2009

Katalog "Alias in Wonderland"

Ausstellung der Abteilung Digitale Kunst/Universität für angewandte Kunst Wien,
25. Juni bis 12. Juli 2009, Freiraum/quartier21, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Text zur Ausstellung von Univ.-Prof. Virgil Widrich und Dipl. Ing. Arch. Nicolaj Kirisits:
Die Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt über Verweise und Abbilder. Im digitalen Zeitalter ist die Anzahl der Abbilder exponentiell gewachsen. Im Computer nennt man einen Verweis "Alias". Das Alias wurde erfunden, um Speicherplatz effizienter nutzen zu können. Das Alias ist in seiner Größe eingeschränkt, erzeugt jedoch bereits eine Idee des Originals, auf das es verweist. Das Alias im Computer ist ein Hinweisschild auf eine größere Datei und Referenz auf das anderswo Vorhandene. Ein Alias ist auch eine Art "Schlüssel", ein "rabbit hole" zur Erinnerung. 
In der Ökonomie der Aufmerksamkeit kann das Alias auch als Währung begriffen werden. Je häufiger eine Wissenschaftlerin/ein Wissenschaftler zitiert, eine Künstlerin/ein Künstler rezipiert oder ein Star kommentiert wird, desto höher der gesellschaftliche und monetäre Wert. Gleichzeitig stellt das Alias auch eine Reduktion des Originals dar, wobei sich Bilder besser reduzieren lassen als künstlerische Formate wie Theater, Performance oder interaktive Kunst. Künstlerische Formate, die die Reduktion nicht als Qualität nutzen können, sind im Verlorenen. Im Gegensatz dazu kommen banale Interventionen, deren reduzierte Abbilder Aufmerksamkeit erregen und sich als Alias leicht digital verbreiten lassen, zu ungeahntem Erfolg. 
Wie alles, entsteht auch die Kunst im Kopf der Rezipientin/des Rezipienten. Selbst das Original ist somit als Verweis auf diesen eigentlichen Ort, an dem Wirklichkeit entsteht, zu verstehen.
Das Konzept der Ausstellung "Alias in Wonderland" ermöglicht es, die Vielfältigkeit der Klasse "Digitale Kunst" und deren Arbeiten in einer Ausstellung gleichzeitig und kompakt zu repräsentieren. Für jedes "Original" wurde ein Alias geschaffen, wobei gelegentlich auch das Alias selbst das Original sein kann. Das vorgegebene Format für diese Ausstellung ist ein Bereich von 30 mal 30 mal 30cm und befindet sich auf einem fahrbaren Sockel. Jedes Alias kann von BesucherInnen im Wonderland verschoben werden. Zwei Andockstationen lösen dem Werk zugeordnete und weiterführende Informationen und Medieninhalte aus. Die Originale befinden sich anderswo.

checkpointmedia, 2008

Identity Film "Was macht die Erste Group einzigartig?"

Anlässlich des 190-jährigen Jubiläums der Erste Bank macht der Film die ursprüngliche Vision bei der Gründung der Ersten im Jahr 1819 erlebbar und bringt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Verbindung. Der geschichtliche Aufriss schafft Bewusstsein über Herkunft und Wachstum der Erste Group und soll dieses bei Mitarbeitern und Kunden auch emotional verankern. Mit einem Mix aus Zahlen und Fakten sowie einer Animation aus historischem und aktuellem Bildmaterial wurde ein Film geschaffen, der ohne Vorinformation allen Zielgruppen in allen Ländern gezeigt werden kann und so selbst identitätsstiftend wirkt. Ziel des Projekts ist, den Film über die interne Kommunikation an 50.000 Mitarbeiter sowie über verschiedene Plattformen an Kunden zu kommunizieren und die Kernaussage "Vor 190 Jahren haben wir unsere Türen geöffnet und seitdem nicht mehr geschlossen" zu transportieren.
Ausstellung, Universität für angewandte Kunst, 2008

The Essence08 – Digitale Kunst

Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien. MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst Wien, Weiskirchnerstraße 3, 1010 Wien, Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 13. Juli 2008, Öffnungszeiten: täglich 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Dienstag 10:00 Uhr bis 24:00 Uhr, Montag geschlossen.

Statt einer Überschrift
Kein Motto ist umfassend genug für die Arbeiten der "Digitalen Kunst", die ich für die THE ESSENCE 08  auswählen durfte:
Welche Überschrift könnte gleichzeitig von der Entschleu­nigung alter Videospiele (Matthias Kassmannhuber: Mode x) und von der Neuerfindung der Erfindung des bewegten Bildes erzählen (Ile Cvetkoski: MOBIPRAXINOSCOPE)?
In welche Schublade passen Stephan Wiesinger, der uns in Analog vs. Digital Bildpunkte neu zusammensetzen lässt, Friedrich Zorn, der in walking zeigt, was ein Blinder in Wien nicht sehen kann, sowie Peter Tilg und Nicholas Wormus, die mit ihrer Arbeit BREAKING NEWS endlich den Beweis erbringen, dass im Fernsehen nichts läuft?
Den Angstfaktor an den Börsen visualisiert Nina Kataeva mit Airbags (C[R]ASH). Akustisch verwandt sind Florian  Waldners Hochton-Lautsprecher, die hörbare Wellen  schlagend von der Decke schwingen und Nina Tommasis tonerzeugende Pflanzen ihrer biogenen Instrumentierung.
Ruth Brozek löst in SWAPPING PLACES Geschlechtsum­wandlungen durch Asynchronität aus. Bei Günter Seyfrieds Mutants from Innerspace werden Bilddaten als genetischer Code in Lebewesen abgespeichert, um dort durch Umwelt­einflüsse zu neuen Bildern zu mutieren.
Sophie Wagner vermisst eine unbewohnte Insel mittels GPS und komponiert Bilder und Töne entlang ihrer medialen Grenzen (Brzina hodanja).
Der selben Insel nähert sich Gottfried Haider von oben und lässt diese von einem Ballon abscannen (Nebelmeer über Plocica). Und wie um die Vielfalt und Offenheit der 13 gezeigten Werke abzuschließen, entschwebt Jan Perschy mit seinem Modell eines Systems zur Erstellung eines  Modells des Kosmos in den Kosmos.
Univ.-Prof. Virgil Widrich, Juni 2008

Download Folder.
Ausstellung, checkpointmedia, 2008

Krones AG – Firmenmuseum

Die Krones AG ist auf dem Gebiet des Anlagenbaus der Weltmarktführer in Getränkeabfüll- und -verpackungstechnik. Beim Betreten der Krones-Zentrale in Neutraubling, Bayern, begrüßen fünf hochkant an-einander gereihte Monitore die Besucher. Sie zeigen Makroaufnahmen von Flüssigkeiten in Bewegung: Ein Wassertropfen, der aufschlägt, ein Glas Wein, das sich füllt, Coca-Cola, das zischt, oder Öl, das sich langsam ergießt. Eine eigens entwickelte Software ermöglicht es, diese Filme in weniger als 15 Minuten maßgeschneidert für jeden Besucher zu modifizieren und so Gäste individuell zu empfangen. Das Firmenmuseum präsentiert 50 Jahre Geschichte und technische Entwicklungen von Krones. Eine 30 Meter lange hinterleuchtete Ausstellungswand präsentiert den Inhalt über kurze Texte, Bildelemente und Originalexponate sowie Monitore, die als "bewegte Fotoalben" fungieren. Vitrinen mit Originalobjekten wachsen aus dieser Wand in den Raum. Gegenüber sind, als Gegengewicht zur virtuellen Erzählung, massive, historische Maschinen ausgestellt, deren Funktion wiederum auf Monitoren gezeigt wird.
Ausstellung, checkpointmedia, 2007

Swarovski Kristallwelten – Neugestaltung 2007

Die Swarovski Kristallwelten rangieren unter den meistbesuchten touristischen Zielen Österreichs. Im Zuge einer Neugestaltung der Wunderkammern 2007 wurden weitere publikumswirksame Attraktionen konzipiert und umgesetzt, die mit räumlicher Inszenierung und starken multimedialen Elementen arbeiten. Im Raum "La Primadonna Assoluta" begegnet der Besucher Jessye Norman, die in einer Aufführung im Kristalldom zu sehen ist. Die hochqualitative Audio- und Videobespielung verleiht das Gefühl, mitten in einer "Live-Performance" der Schlussarie aus Henry Purcells "Dido and Aeneas" zu sein. Im nachfolgenden Durchgang wird in "Poseidons Puzzle" eine stilisierte Unterwasserwelt präsentiert. Perspektivisch angeordnete Lamellen ziehen mittels Licht- und Klangkompositionen den Besucher mit sich. Mit jedem Schritt über einen Steg ändert sich die Bilderwelt und der akustische Eindruck. Für Brian Enos "55 Million Paintings by Brian Eno" wurde ein generatives Kunstwerk aus sich stetig neu zusammensetzenden Bild- und Tonfolgen nach einem Konzept des Künstlers technisch umgesetzt. Der Raum "Reflexionen" ist als kristallines Kaleidoskop inszeniert, das Ordnungsprinzipien aus Mikro- und Makrokosmos vorführt. Eine aufwändige Lichtsteuerung und eine 16-Kanal-Klanginstallation lassen für den Besucher eine begehbare Multimedia-Bühne entstehen. Auf insgesamt 48 Polyedern und mehr als 300 Bildflächen werden verschiedene Themen in Form von Bildern, Grafiken, Illustrationen, Spiegeln und Filmanimationen durchgespielt.

Universität für angewandte Kunst Wien

Virgil Widrich wurde am 1.10.2007 Univ.-Prof. für die Klasse "Digitale Kunst" der Universität für angewandte Kunst Wien.
Am 1.10.2009 übernahm er dort die Leitung des neuen Masterlehrgangs "Art & Science" und legte in der Folge planmäßig die Leitung der "Digitalen Kunst" am 30.9.2010 zurück. Seine Nachfolgerin wurde Univ.-Prof. Ruth Schnell.
Am 12.6.2014 Aufnahme als Hauptmitglied in den Senat der Universität für angewandte Kunst, der bis 30.9.2016 bestellt ist.
Filmproduktion, 2006

Jeder siebte Mensch

A/Lux 2006
Dokumentarfilm, 35 mm, Dolby SR
Länge: 74 min.

Jeder siebte Mensch auf der Welt ist eine chinesische Bäuerin oder ein chinesischer Bauer. Die Filmemacherinnen Elke Groen und Ina Ivanceanu haben zwischen 2002 und 2005 in drei chinesischen Dörfern zahlreiche Interviews geführt und das Alltagsleben filmisch dokumentiert – ohne jede Zensur. Gleichzeitig haben Einwohnerinnen und Einwohner der Dörfer selbst Kurzfilme über ihre Umgebung, ihre Hoffnungen und Träume realisiert – Kurzfilme, die Teil von "Jeder siebte Mensch" geworden sind. Das Ergebnis ist ein aussergewöhnlicher Dokumentarfilm, der Einblicke in das Leben in China abseits der urbanen und industriellen Zentren ermöglicht – in ein Leben zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft, in dem die Dörfer zu Testfeldern für Demokratie und Selbstbestimmung werden.
Ausstellung, checkpointmedia, 2006

Mozarthaus Vienna – Multimediale Ausstellung

Wien, Domgasse 5: Seit 27. Jänner 2006 (Mozarts 250. Geburtstag) wird im komplett sanierten Haus mit Wiens einziger originaler Mozartwohnung auf rund 1.000 m² und drei Stockwerken Leben und Werk des Musikgenies gewürdigt. Die audiovisuellen Installationen im Mozarthaus sind inspiriert von den Medientechniken und "Wunderwelten" aus Mozarts Zeit: Damals, noch Jahrzehnte vor der Erfindung von Foto und Film, kamen optische Experimente und Illusionen, Automaten und mechanische Tricks in Mode, die das Publikum in Erstaunen versetzten. Eine Video- und Soundinstallation im überdachten Hof lässt über mehrere Monitore einen Montgolfier-Ballon mit dem Aufzug nach oben steigen. Die Reise setzt sich im obersten Stock fort, wo ein Flug über das alte Wien die wichtigsten Orte von Mozarts "goldenen Jahren" in der kaiserlichen Residenzstadt zeigt. Kleine "Perspektiventheater" und ein großes Projektionspanorama über die "Grabennymphen" präsentieren die galanten Seiten des 18. Jahrhunderts als erotisches Spiel der Entdeckungen. Eine Installation zum Thema "Figaro" vereint das Prinzip alter Puzzlewürfelspiele mit moderner Ästhetik und Videotechnik. Den Abschluss bildet die multimediale Hommage an Mozarts Oper "Die Zauberflöte": Eine Bühnenlandschaft aus Kulissen, Projektionen und Lichteffekten zeigt eine Kurzversion der "Zauberflöte" als virtuelle Spiegeloper von 1791 bis heute. Filmausschnitte legendärer Inszenierungen werden dabei in die teils reale, teils virtuelle Bühnenlandschaft eingespiegelt. Papageno bewegt sich als Projektion im Raum und durch die Zeit und präsentiert die wichtigsten Arien der Oper. checkpointmedia gewann für die Medieninstallationen im Mozarthaus Vienna 2006 den Staatspreis Multimedia. Im Untergeschoß wurde außerdem der Veranstaltungssaal mit modernster Audio-Video-Technik ausgestattet. Dem Mozarthaus steht somit ein zeitgemäßer Veranstaltungsbereich für unterschiedlichste Events wie z.B. klassische Konzerte zur Verfügung.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Ausstellung – Palais Epstein

In den 130 Jahren seines Bestehens hat das Palais Epstein mehr als ein Dutzend verschiedener Nutzungen erlebt: Wohn- und Geschäftshaus der Familie Epstein, Sitz der englischen Gasgesellschaft, Amtsgebäude (Verwaltungsgerichtshof, Stadtschulrat für Wien, Bauabteilung der Reichsstatthalterei unter dem NS-Regime), sowjetische Stadtkommandantur, Dependance der Akademie für Musik und darstellende Kunst, neuerlich Sitz des Stadtschulrates für Wien und zuletzt für parlamentarische Zwecke adaptiert.

Auf fünf Medienstationen mit hochformatigen 30-Zoll-Screens können die Besucher Texte, Bilder, Grafiken, Animationen und kurze Videoclips abrufen. Eine Animation zeigt "Besitzer und Nutzung von Ringstraßengebäuden im Jahr 1914", eine weitere liefert eine Übersicht der Bewohner des Häuserblocks "Palais Epstein" im letzten Jahrhundert. Zur Familie Epstein wurde eine Spezialstation mit Stammbaum-Interface und einer Stammbaum-Animation entwickelt. Das soziale Netz der jüdischen Familie wurde anhand eines umfangreichen Adressbuches erforscht und dargestellt. Das Palais als Wohn- und Bankhaus wurde mit einem Aufriss gezeigt, der einen Blick in das Innere erlaubt sowie Informationen zu Räumlichkeiten, deren Nutzungen und Bewohnern bietet. In speziell angefertigten Vitrinen ausgestellte Objekte aus der langen Geschichte des Hauses sind ebenso Teil der Ausstellung wie Originalmöbel und -bilder.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Parlament Wien Besucherzentrum

Multimedia zur Wissensvermittlung
Das Besucherzentrum des Österreichischen Parlaments, gestaltet von den Architekten Geiswinkler & Geiswinkler, signalisiert die Öffnung nach außen und ist eine Anlaufstelle für Touristen und interessierte Bürger. Der Multimedia-Einsatz dient vor allem zur Wissensvermittlung und ist in die Architektur integriert, z.B. werden Stationen hinter Rauchglas nur wahrgenommen, wenn sie eingeschaltet und aktiv sind.
Eine überdimensionale Medienwand empfängt das Publikum mit einer filmischen "Ouvertüre". Der Prozess der Gesetzgebung, die Hauptaufgabe des Parlaments, wird in der ersten Station auf drei synchronisierten Monitoren einfach und verständlich dargestellt. Die Grundbegriffe der parlamentarischen Demokratie in Österreich werden in einer interaktiven Installation mit den vier Grundelementen "Bürger und Bürgerinnen", "Abgeordnete", "Gesetze" und "Vollzug" erläutert. Das Zeitrad bietet mittels Videoclips einen Überblick über die historischen Eckpunkte des österreichischen Parlamentarismus. Die Bedienung erfolgt über ein großes mechanisches Drehrad, mit dem man entlang einer Zeitschiene navigiert. Die Zeitmaschine gibt auch größeren Gruppen die Möglichkeit, die filmische Aufbereitung der Geschichte des Parlamentarismus in einem "Kino-Ambiente" zu erleben. Mit der "Zeit/Lupe", einer Multimedia-Installation, die virtuelle und mechanische Elemente vereint, kann das Publikum das Äußere des Parlamentsgebäudes genau inspizieren und auch in das Gebäude hineinschauen. "Hot Spots" vermitteln Wissenswertes zu Architektur und Funktion des Hauses. 2006 gewann das Besucherzentrum des österreichischen Parlaments beim Staatspreis Multimedia den Kategoriepreis "Öffentliche Informationen und Dienste".
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Salzburg Museum – Sattler-Panorama

Das 1829 fertig gestellte Sattler-Panorama wurde als Attraktion in ganz Europa in einer mobilen Rotunde präsentiert. Das Original des Panoramas wurde im Salzburg Museum dem Publikum wieder zugänglich gemacht und wird durch eine interaktive Station ergänzt. In der "Zeit/Lupe" kann der Besucher einen Monitor stufenlos über eine Darstellung des Sattler-Panoramas schieben und im gewählten Ausschnitt zwischen 1829 und der Gegenwart wechseln. Über einen Umschaltknopf erhält man detaillierte Infos zur Stadtentwicklung seit 1925, Originalklänge aus dem Stadtleben ergänzen das virtuelle Erlebnis. Das originale Panorama kann zusätzlich auf einem Rundpodest über speziell präparierte "Fernrohre", die das Gefühl von räumlicher Weite simulieren, betrachtet werden. Man schiebt den Bildschirm vor einen beliebigen Ausschnitt einer Replica des großflächigen Gemäldes (im Original fast 5m hoch, an die 26m im Umfang, 125 m² Bildfläche) und erhält auf dem Screen den entsprechenden Ausschnitt des modernen Salzburg zum Vergleich. Über einen Umschaltknopf erhält man detaillierte Infos zur Stadtentwicklung seit damals. Das Projekt wurde von checkpointmedia umfassend begleitet: Von der Idee über die aufwändige fotografische Aufbereitung der digitalen Stadtausschnitte, die Entwicklung der Software für die Lupenfunktionen bis zur Konzeption der Informationseinheit und der Hardware-Installation vor Ort. So einfach die Installation wirkt, sie besteht dennoch aus mehr als 200 größtenteils speziell konstruierten Einzelteilen und über 1.000 Schrauben.
Ausstellung, checkpointmedia, 2005

Hans-Moser-Ausstellung – Österreichisches Theatermuseum

Die Ausstellung Hans Moser über den beliebten Volksschauspieler war eine der erfolgreichsten des Österreichischen Theatermuseums. Es galt, den Künstler jenseits der Klischees darzustellen und neue Zugänge zu seiner Arbeit zu schaffen.
Eine großflächige Videoinstallation kombinierte in fünf Parallelprojektionen berühmte Szenen aus Moser-Filmen, die seine Komik, speziell seine charakteristische Körpersprache und das Unverwechselbare seiner Menschendarstellung in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zusätzlich boten Informationsstelen in Schrift und integrierten Audioelementen Einblicke in Leben und Werk des Volksschauspielers.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Swarovski Kristallwelten – Erweiterung 2003

Die von André Heller gestalteten Kristallwelten in Wattens, Tirol, wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Swarovski 1995 eröffnet. Seitdem werden sie immer wieder erweitert und um weitere Attraktionen bereichert.
Mit dem "Kristalloskop" wurde ein Meditationsraum geschaffen, dessen audiovisuelle Inszenierung einen Kontrapunkt zu vielen anderen Attraktionen in den Swarovski Kristallwelten darstellt. Eine ruhig fließende High-Definition-Rückprojektion zeigt einen überdimensionalen Kristall an der Decke des Raums, dessen Farben sich im virtuellen Facettenschliff ständig ändern. Unsichtbare Lautsprecher begleiten mit Ambient-Sound. Um die ideale Perspektive zu haben, kann sich der Besucher an eine der konzentrisch angeordneten Stelen lehnen und zur Decke blicken.
Der "Gang der Metamorphosen" zeigt auf mehreren aneinandergereihten Monitoren eine Animation, die in Gehrichtung eine Verwandlung von fraktalen Formen über kristalline Strukturen bis hin zu Kristallskulpturen durchläuft.
Die "Dinge des Riesen" stellen Gebrauchsgegenstände wie Handschuhe oder ein Akkordeon in überlebensgroßen Proportionen dar. Sie werden durch eine spezielle Steuerung, die auch für Synchronität mit der Beleuchtung und den Lichteffekten sorgt, mechanisch bewegt.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Red Bull Hangar-7 – Multimediale Inszenierung

Der Hangar-7 von Red Bull am Salzburger Flughafen erfüllt viele Aufgaben, die auf den ersten Blick gegensätzlich scheinen: Er ist Flugshow-Zentrum mit Fliegerhorst für Kunstflugtruppen, Flugzeug-Showroom mit zahlreichen restaurierten "Klassikern", aber auch Location für Kunst- und Lifestyle-Events und beherbergt Gastronomie der gehobenen Kategorie. Für dieses "High-Tech-Entertainment-Areal" wurden von checkpointmedia multimediale Installationen entwickelt, die dieser speziellen Mischnutzung entsprechen.
Im Vordergrund steht der Unterhaltungscharakter, der entsprechend dem Image des Unternehmens überraschen und animieren soll. Nach Einbruch der Dunkelheit wird dem Besucher schon von Ferne mit einem groß projizierten Red-Bull-Logo der Weg zum Hangar gewiesen.
Neben dem Eingangsbereich befindet sich das Doppler-Foyer, das ein wissenschaftliches Thema sinnlich erlebbar macht: Zentral gesteuerte Leuchtobjekte sorgen für eine künstlerische Visualisierung des Doppler-Effekts (benannt nach dem Salzburger Physiker Christian Doppler), transparente DVD-Stelen dienen als Informationsträger und Klangelemente für eine Soundcollage.

Für die Eröffnung am 22. August 2003 wurden – wieder gemäß dem Thema Fliegen – eigene Stewardessen-Kostüme im Sixties-Style für die Hostessen designt. Stelen in Form von Flugzeugleitwerken zeigten zu den ausgestellten Flugzeugen passende Videos, Bilder und Informationen. Die Einladungen wurden wie VIP-Tickets gestaltet und zusammen mit einer speziell angefertigten Mappe und Box verschickt. Ein eigener Regenschirm in der ovalen Hangar-Form wurde entworfen und produziert. Zentrale Attraktion im Hangar-7 ist die Mayday Bar, die von 2003 bis 2010 interaktiv bespielt wurde.

Die fast kreisförmige (270°) Oberfläche wurde als ein durchgängiger Bildschirm zur Interaktion mit darin ablaufenden Animationswelten konzipiert und realisiert: Flugzeuge der Flying-Bulls schwebten über der Salzburger Landschaft, schmiegten sich an Gläser oder flohen vor Aschenbechern. In einem zweiten Setting, einem New York im Comics-Stil, interagierten witzige Kellner mit Cocktailgläsern und Handys. Die Barbesucher konnten auch mithilfe eines virtuellen Kommunikators miteinander kommunizieren - eine zeitgemäße Variante der legendären Tischtelefone. Die technische Umsetzung der Mayday Bar gestaltete sich im Jahr 2003 komplex: 38 PCs in 18 Modulen mit jeweils einem Projektor erkannten mittels Infraroterkennung, was auf der Theke passierte. Die Objektdaten wurden vom Computer erfasst und lösten eine zugeordnete Interaktion aus. Die Technik war in die Bartheke integriert und damit für den Gast völlig unsichtbar.
Im Hangar-7 gibt es auch kleine multimediale Gimmicks wie den WC-Chat, der es erlaubt, über Cartoons und selbst auszufüllende Sprechblasen – virtuelles Graffiti – zwischen Damen- und Herrentoiletten zu kommunizieren. Im Inneren des Hangars wurde sowohl für den Hauptraum als auch für die Räume der Gastronomie und die privaten VIP-Räume eine entsprechende audiovisuelle Ausstattung geplant und implementiert.
Ausstellung, checkpointmedia, 2003

Ausstellung "Erzbischof Paris Lodron" im Dommuseum Salzburg

checkpointmedia plante und erstellte für die Ausstellung ”Erzbischof Paris Lodron (1619-1653), Staatsmann zwischen Krieg und Frieden“ im Salzburger Dommuseum eine komplexe Projektionsinstallation und ein Informationsdisplay für den Eingangsbereich des Museums. Paris Lodron hat wie kaum ein anderer Erzbischof Stadt und Land Salzburg geprägt. Zu seinen herausragenden Leistungen gehört neben der Sicherung und Verteidigung des Staates die Vollendung und Ausstattung des neuen Domes. Dessen Weihe 1628 war das prunkvollste Fest, das Salzburg je sah. In einer Projektionsinstallation wird der berühmte Kupferstich von Christoph Lederwasch, der die Prozession zur Weihe des Doms darstellt, "zum Leben erweckt".
Drehbuch, Film, 2003

Fast Film

A/Lux 2003, Kurzfilm, 35 mm, 1:1,66, Dolby SRD
Länge: 14 min.

"Fast Film" ist eine Verfolgungsjagd durch Filmverfolgungsjagden, umgesetzt mit ausgedruckten und papieranimierten Found Footage Einzelbildern von Verfolgungsjagdszenen. Ausgezeichnet mit 36 internationalen Filmpreisen.
Link zu den Pressefotos
YouTube: making of Fast Film
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Amour Fou Film

Im August 2001 Gründung der Amour Fou Filmproduktion GmbH gemeinsam mit Gabriele Kranzelbinder, Alexander Ivanceanu und dem Wiener Volksbildungsverein/Polyfilm. Im Dezember beziehen die Amour Fou Filmproduktion GmbH. und die Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktionen G.m.b.H. das neue Büro in der Lindengasse 32, 1070 Wien.
2007 tritt Virgil Widrich als Gesellschafter aus der Amour Fou aus. Alexander Ivanceanu führt die Amour Fou gemeinsam mit Bady Minck weiter, Gabriele Kranzelbinder gründet ihrerseits die "KGP - Kranzelbinder Gabriele Production GmbH".
Ausstellung, checkpointmedia, 2001

Museum Ladin – Medienstationen

Im Museum Ladin in St. Martin/Thurn im Gadertal in Südtirol wird die mehr als 2.000-jährige Geschichte der Volksgruppe der Dolomiten-Ladiner eindrucksvoll erzählt: Die Multimedia-Station "Geschichtspanorama"  vermittelt die Geschichte der Ladiner mit Videoanimationen und Audiokommentaren in vier Sprachen; der interaktive "Sprachatlas"  bringt den Besuchern die ladinische Sprache spielerisch näher. In Händen der checkpointmedia lag die komplexe organisatorische (viersprachige Tonaufnahmen), inhaltliche (Zusammenarbeit mit ladinischen Wissenschaftlern) und technische Gesamtbetreuung (Animationen, Videoclips, Großprojektionen, DVD-Erstellung) sowie die Koordination der Ausstellungsgestalter und technischen Ausstatter für diese Stationen.
Ausstellung, checkpointmedia, 2001

Niederösterreichische Landesausstellung 2001 – Medienstationen

Während der Niederösterreichischen Landesausstellung 2001 "Mystisches Waldviertel" "Sinn & Sein", "Burg & Mensch" in Waldreichs und Ottenstein kamen zahlreiche interaktive Medienstationen zum Einsatz. checkpointmedia zeichnete für den Großteil der Umsetzungen der Medienstationen, sowohl für Hard- als auch Software, verantwortlich. Unter anderem wurden gemeinsam mit Wolfgang Mitterer, Klangkünstler und Komponist, zwei raumübergreifende Klanginstallationen, eine davon 16-kanalig, entwickelt und umgesetzt.
Drehbuch, Film

Linksrechts

A/F 2001, Kurzfilm, DV-CAM
Länge: 4:09 min.

Interviews mit Bady Minck, Ruth Beckermann, Hans Hurch, Peter Tscherkassky, Florian Flicker, Alexander Ivanceanu, Michael Kreihsl und Wolfgang Lehner zum Thema "links" und "rechts" in Film und Politik.

checkpointmedia GmbH – Multimediaproduktionen

2001 entschloss sich ein seit Jahren tätiges Netzwerk von Multimediaunternehmern zur gemeinsamen Gründung der checkpointmedia. Im Herbst desselben Jahres bezog die neue Firma ihr Büro im Haus der Musik, 1010 Wien.
Als einer der erfolgreichsten Vertreter der "Creative Industries Vienna/Austria" agiert checkpointmedia als konzeptive Schnittstelle zwischen Kunst/Kultur und Wirtschaft. Das Unternehmen besteht heute neben den drei Gründern und Geschäftsführern Stefan Reiter, Stefan Unger und Virgil Widrich aus einem umfassenden Netzwerk an Projektpartnern. Seit 2015 firmiert das Unternehmen als checkpointmedia GmbH und hat seinen Sitz in der Seilerstätte 13, 1010 Wien.
Drehbuch, Film, 2001

Copy Shop

A 2001, Kurzfilm, 35 mm, 1:1,66, Dolby SR
Länge: 12 min.

Die Geschichte eines Mannes, der sich so lange verdoppelt, bis die ganze Welt nur mehr aus ihm besteht. Ausgezeichnet mit 37 internationalen Filmpreisen und nominiert für den Oscar 2001 als bester Kurzfilm.
Youtube: film und making of
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"A dazzling nightmare" - The Guardian, London
Ausstellung, 2000

tx-transformator

tx-transform, die 1999 auf der Diagonale präsentierte Filmtechnik, hat 2000 eine Weiterentwicklung erfahren: Das Team Martin Reinhart und Virgil Widrich präsentiert diesmal den tx-transformator. Dieser relativitätstheoretische Filmautomat erlaubt dem Besucher erstmals einen Blickwinkel quer zur zeitlichen Abfolge seiner eigenen Bewegung einzunehmen und dabei das vertraute Verhältnis von Raum und Zeit in Echtzeit zu vertauschen. Dabei wird interaktiv und unmittelbar eine neue und überraschende Wahrnehmung der Wirklichkeit möglich und der natürliche Ablauf von Bewegung auf den Kopf gestellt. Die gewohnte Zeitwahrnehmung wird umgestülpt: Besucher, die lange an einem Ort verharren werden gedehnt, hastige Bewegungen gestaucht – Gliedmaßen lösen sich vom Körper, Köpfe werden abgespult. Hinter dem schlichten DDR-Design des tx-transformators (Robotron 1983) verbirgt sich aber nicht nur ausgeklügelte Technik, sondern auch eine faszinierend einfache Idee, die man anhand eines kurzen Videos erforschen kann.
Link zur Filmwebsite
YouTube: film
CD-ROM, 2000

Hands on Media – CD-ROM

Die CD-ROM "Hands on Media" präsentiert einen kurzen Querschnitt durch die Arbeiten und Leistungsangebote von music media (Thomas Kerbler, Programmierung, Musik), Tonstudio Saturn (Hermann Langschwert, Sound Design), AV-Consult KEG (Stefan Unger, Audio- und Videlösungen), Checkbox (Stefan Reiter, Multimedia – Text – Projektmanagement) und Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktions G.m.b.H. (Virgil Widrich, Konzeption, Produktion) im Bereich Multimedia. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das neueste gemeinsame Großprojekt gelegt: die Multimedia-Ausstattung des wieder eröffneten Technischen Museums Wien.

Mit "Hands on Media" stellt sich ein Netzwerk von Spezialisten vor, die sich für jedes Projekt in einer eigens maßgeschneiderten Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen. So kann, auf ein großes Know-how-Pool zurückgreifend, immer wieder den verschiedenen Wünschen und Anforderungen der Kunden entsprochen werden.

Systemanforderungen:
Internetzugang (Netscape oder Explorer Version 4.0 oder höher)
120 MHz PowerPC (empfohlen: 200 MHz oder schneller)
Mac OS 8.1 (empfohlen: OS 8.6 oder höher)
32 MB RAM (empfohlen: 64 MB oder mehr)
Bildschirmauflösung 800 x 600 mit tausenden Farben
Drehbuch, Film, 2000

Heller als der Mond

Europa 2000, Kinofilm, 35 mm, 1:1,85, Dolby Surround
Länge: 88 min.

Eine Komödie über Fremde in Wien: Italiener, Rumänen und Niederösterreicher. Drehbuchpreis der Stadt Salzburg, Preis für Lars Rudolph und LVT-Untertitelungspreis beim Festival Angers, Frankreich.
YouTube: trailer
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Filmproduktion, 1999

webfreetv.com Kinospot

A 1999, Kinowerbung, 35 mm, 1:1,66, Dolby SR
Länge: 30 sek.

Kinospot für den Internet-Fernsehsender webfreetv.com, welcher im November 1999 in 65 österreichischen Kinos gezeigt wurde.
Ausstellung, 1999

100 Medienstationen für das Technische Museum Wien

Das Technische Museum Wien präsentiert ab 18.6.1999 den ersten Teil seiner neu gestalteten Schausammlungen. Erstmals wurden dabei in einem Wiener Museum auch Neue Medien konsequent in das Ausstellungskonzept eingebunden. Neben Großbildprojektionen und Video-Loops umfaßt das Spektrum Hörstationen, interaktive Minikinos, abrufbare Videos, interaktive Terminals und Internet-Recherche-Stationen – rund 100 Medienstationen insgesamt bereichern und ergänzen die Schausammlungen.
Zusammen mit den Kustoden wurden Präsentationskonzepte entwickelt, Multimedia-Drehbücher erstellt und diese anschließend von der Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktions g.m.b.H medienspezifisch sowohl inhaltlich als auch technisch umgesetzt.

Interaktive Terminals: Auf über 1500 Screens können Informationen abgerufen und mit weiterführenden links vertieft werden. Es gibt sowohl die Möglichkeit des linearen Durchblätterns als auch des Zugriffs nach Interessenschwerpunkten. Der Navigator, ein grafisches Element in der Benutzeroberfläche, hilft bei der Orientierung, zeigt den gesamten Inhalt der Station im Überblick an. Rund 2000 Abbildungen illustrieren den Text mit aktuellem und historischem Bildmaterial – interessante Details können vom Publikum auch vergrößert werden. Über 50 Animationen verdeutlichen Abläufe und machen theoretische Ansätze lebendig (z.B. historische Weltbilder in der Astronomie). An die 100 Audio-Einspielungen und 120 Videoclips bereiten die Wissensgebiete auch sinnlich auf und erleichtern das Verständnis . Ein Dutzend interaktive Spiele rundet die gebotene Information ab.

Hörstationen: Die Hörstationen bieten die Möglichkeit, vertiefende Texte aus der Literatur, Tondokumente und (speziell im Bereich Musik/Instrumentenbau) Musikbeispiele zum Vergleich abzurufen.

Internet-Recherche-Terminals: Diese ermöglichen, aktuelle Websites zu den im Museum präsentierten Themen zu besuchen.

Interaktive Minikinos: In den Minikinos kann das Publikum Filme zu den jeweiligen Bereichen anwählen und so Einblick in historische Entwicklungen gewinnen bzw. Filme als historische Dokumente sehen. Neugedrehte Filmclips präsentieren Ausstellungsobjekte in Aktion und bieten wichtige Informationen in Dokumentarform.

Abrufbare Videos: Videoterminals ermöglichen einen raschen Zugang zu themenbezogenen Filmmaterial.


Drehbuch, Film

tx-transform

A 1998, Kurzfilm, 35 mm, Cinemascope, 1:2,39, Dolby SR
Länge: 5 min.

tx-transform ist eine Filmtechnik, welche die Zeit (t)- und eine der Raumachsen (x oder y) im Film miteinander vertauscht. Normalerweise bildet jeder einzelne Filmkader den ganzen Raum, aber nur einen kurzen Moment der Zeit (1/24 Sekunde) ab. Bei tx-transformierten Filmen ist es genau umgekehrt: Jeder Filmkader zeigt die gesamte Zeit, aber nur einen winzigen Teil des Raumes – bei Schnitten entlang der horizontalen Raumachse wird so der linke Teil des Bildes zum "Vorher", der recht Teil zum "Nachher". Dabei kommt es zu Phänomenen, wie sie Einstein in der Relativitätstheorie beschrieben hat.
Link zur Filmwebsite
YouTube: film
CD-ROM, 1997

Salzburger Festspiele – die CD-ROM

Die weltberühmten Salzburger Festspiele präsentieren sich und ihr Werk erstmals auf einer Doppel-CD-ROM. Der Vorhang hebt sich, um über 40 Themen auf der interaktive Festspielhausbühne akustisch und visuell darzustellen. Ein multimediales Nachschlagewerk beinhaltet sämtliche Aufführungen von 1920 bis 1997, inklusive der Namen aller Künstlerinnen und Künstlern, über 1000 Biographien, dazu Fotos, Texte, Kritiken, Ton- und Bildausschnitte. Für diese CD-ROM wurden Exklusivinterviews mit Stars wie Cheryl Studer, Sir Georg Solti, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Helmut Lohner, Otto Schenk und vielen anderen geführt. Per Hyperlink durch tausende große Theater-, Konzert- und Opernabende mit Video- und Tonbeispielen aus 78 Jahren Festspielgeschichte!
CD-ROM, 1997

Mathe Trainer CD-ROM

Der "Mathe Trainer" entführt den User in die "Universe-City", wo er die schulischen Abenteuer von Nina, Van und Alpha hautnah miterleben kann. Jede der vier CDs beinhaltet den Lernstoff einer Klasse (5., 6., 7. und 8. Klasse Oberstufe). Der Stoff richtet sich nach dem Lehrplan für Realgymnasien und bildet daher eine ausreichende Basis für alle Schulen, die mit Matura abgeschlossen werden können. Dem linearen Aufbau der Mathematik – fast jedes Kapitel setzt das Wissen der vorigen Kapitel voraus – wird in dieser Produktion Rechnung getragen: die vier Klassen sind stufenförmig aufgebaut, jedoch trotzdem thematisch untereinander vernetzt.
CD-ROM, 1996

Robbi – Abenteuer auf CD-ROM

Eine CD-ROM für den Artenschutz. Der Kinderbuchbestseller "Robbi – ein Robbenbaby flieht zu den wilden Tieren" des Tirolers Günther Aloys wurde in einer der aufwendigsten Multimediaproduktionen, die in Österreich jemals gemacht wurde, für das Medium CD-ROM adaptiert. "Robbi – Abenteuer auf CD-ROM" erzählt die Geschichte eines Robbenbabies, welches auf der Flucht vor den Robbenjägern zu den wilden Tieren auf einer Urwaldinsel kommt. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich interaktiv am Verlauf der Geschichte zu beteiligen und Robbi zu helfen. "Robbi – Abenteuer auf CD-ROM" wurde mit großer Resonanz auf der Frankfurter Buchmesse 1996 vorgestellt, die ersten 10.000 Exemplare waren in Deutschland innerhalb von fünf Tagen ausverkauft. Presseinformation ist hier.
Filmfestival, 1995

Diagonale 1995 – Festival des österreichischen Films

"Nach der erfolgreichen Diagonale 1994 – die Zuschauerzahlen stiegen im Vergleich zum Jahr davor um das zweieinhalbfache – findet die Diagonale 1995 von 1. bis 8. Dezember 1995 in Salzburg statt.
Bereits in den ersten zwei Jahren seines Bestehens konnte sich das Festival des österreichischen Films bei Publikum und Filmbranche etablieren. 1994 kamen über  600 Akkreditierte nach Salzburg. Die bisher präsentierten Retrospektiven (1993: "Max Fleischer", "Elizabeth T. Spira", "Salzburg im Film"; 1994: "Willi Forst") hatten ein sehr positives Echo; einige führten darüberhinaus zu Nachfolgeveranstaltungen in anderen Städten.
Neben dem aktuellen Hauptprogramm, dem österreichischen Filmschaffen (unterteilt in Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm, Avantgarde und Neue Medien) ist der Ländervergleich ein wesentlicher Aspekt der Diagonale. 1993 war Holland zu Gast in Salzburg, gefolgt von Dänemark 1994. 1995 wird die Schweiz eingeladen, sich und ihr Filmschaffen umfassend zu präsentieren.
Im Zentrum des Rahmenprogramms steht auch 1995 eine Retrospektive, die zur Gänze einem Meister der Filmkunst gewidmet ist: die Diagonale bereitet die Präsentation des Werkes von Fred Zinnemann vor, der 1907 in Wien geboren wurde. Neben seinen bekanntesten Werken – HIGH NOON, FROM HERE TO ETERNITY, THE DAY OF THE JACKAL, JULIA und A MAN FOR ALL SEASONS – inszenierte er insgesamt 22 Filme. Die Diagonale wird neben diesen Hauptwerken der Filmgeschichte auch weniger bekannte Aspekte in Zinnemanns Schaffen aufzeigen."

Aus der Presseaussendung 1995
Filmfestival, 1994

Diagonale 1994 – Festival des österreichischen Films

"Nach einem erfolgreichen Festivalstart 1993 – 260 Filme wurden über 400 akkreditierten Gästen präsentiert – findet die zweite DIAGONALE von 1. bis 8. Dezember 1994 in Salzburg statt."
Aus der Presseaussendung 1994
Filmfestival, 1993

Diagonale 1993 – Festival des österreichischen Films

"Österreich hat ein neues nationales Filmfestival. Die DIAGONALE wird heuer erstmals von 1. bis 8. Dezember 1993 stattfinden. Ort der Veranstaltung ist Salzburg.
Ziel der DIAGONALE ist es, einen repräsentativen Überblick über alle Formen des kreativen Filmschaffens in unserem Land zu vermitteln, Tendenzen aufzuzeigen und unseren Gästen die Gelegenheit zu geben, während dieser acht Tage im Dezember das Beste des ablaufenden österreichischen Filmjahres kennenzulernen.
Flankiert wird das aktuelle Programm von Hommagen, Retrospektiven und Sonderveranstaltungen, die ein kontrastreiches Bild der gegenwärtigen Filmarbeit wie der historischen Entwicklungen österreichischer Kinematografie herstellen.
Für Auswahl und Zusammenstellung des Festival-Programms sind ein Intendant und fünf  Kuratoren –  für Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm, Avantgarde und Neue Medien – verantwortlich.
Um der Veranstaltung auch langfristig ein dynamisches Profil zu sichern, hat sich die DIAGONALE für ein Modell entschieden, das einen Wechsel der Programmredaktion nach jeweils zwei Jahren vorsieht.
Organisation und Durchführung der DIAGONALE liegen bei der Austrian Film Commission."

Aus der Presseankündigung 1993
Ausstellung, 1992

100 Objekte dieser Welt/100 Objects to represent the world

Einleitung von Peter Greenaway

Vor nicht allzulanger Zeit schickten die Amerikaner eine Fracht ins All, die die Welt repräsentieren sollte. Sie wurden nicht gefragt, einen Beitrag zu dieser Repräsentation zu leisten und ich auch nicht. Was für eine Welt wollte man repräsentieren, wenn Sie und ich nicht gefragt wurden?
Der Laderaum war begrenzt. Es ist verständlich, daß sie nicht den Lesesaal des British Museum oder das Metropolitain Museum in New York, den Louvre, den Tah Mahal oder die große Cheops Pyramide, oder den Petersdom von Rom ins All schicken konnten. Aber was kann in einem kleinen Raumschiff von der Welt dargestellt werden? Man hätte ein Foto von jenen Objekten besorgen können und die Fotographien hätten möglicherweise von Fotographie und Papier erzählt, bei genauerer Untersuchung vielleicht sogar von Kamera, Licht, Azetat, Silbernitrat und Papierherstellung - vielleicht. Aber könnten diese Fotographien von relativer Größe und Baumaterialien künden, von Shakespeare, Büchern, ausgestopften Tieren, der Mona Lisa, I.M.Pei, Trauer, Hinduismus, Dreiecken, Despotismus, Michelangelo, Christentum und der Kreuzigung, in der richtigen Position oder auf dem Kopf stehend? Und wenn es unsere Absicht war, daß der Außerirdische durch das Betrachten der Fotos etwas über die Erde lernen sollte, wie könnten wir sicher sein, daß die Absicht unserer Botschaften so verstanden würden, wie wir sie verstanden haben wollen, besonders, da wir hier auf der Erde Probleme damit haben, uns gegenseitig unsere Botschaften zu übermitteln? Es ist seltsam, aber durch die Art, wie wir vergangene Epochen betrachten, wird Michelangelo besser im Gedächtnis behalten als Petrus, und der Petersdom erscheint ehrwürdiger als Petrus - wird vielleicht Michelangelo eines Tages bekannter sein als Christus? Unter einigen ist er es vielleicht schon.

Und bedenken Sie das Problem der Repräsentation. Stellen Sie sich vor, die Männer dieser Welt wären durch Ihren Vater repräsentiert und stellen Sie sich vor, die Frauen dieser Welt wären durch Ihre Mutter repräsentiert und stellen Sie sich vor, die Tiere dieser Welt wären durch Ihren Hund repräsentiert. Was für ein repräsentatives Bild hätte dann ein Außerirdischer von Männern, Frauen und Tieren? Und noch problematischer. Gehen Sie in den Naguru National Park und betrachten Sie das 42. Zebra, links unter dem Eukalyptusbaum mit dem abgebrochenen Zweig - ist dieses Zebra wirklich repräsentativ für alle Zebras, und wenn nicht, wüßten sie warum? Wenn morgen ein Sturm kommt und die Zebras fliehen in verschiedene Richtungen, wären sie in der Lage, das 42. Zebra wiederzuerkennen? Sie könnten Ihre Mutter nach einem Sturm wiedererkennen, warum nicht ein Zebra?

Da das amerikanische Raumschiff 1977 ins All geschickt wurde, ist es wahrscheinlich, daß diese Ladung von repräsentativen Details, alle in einem engen technologischen Raum ordentlich verpackt, Ihnen etwas über die Mitte der Siebzigerjahre mitteilen wird, vielleicht besonders über die Siebzigerjahre in Amerika vom Standpunkt der weißen Mittelklasse mit einem Hang zu Bürokratie und Wissenschaft. Vielleicht nicht einmal so sehr eine Vorliebe, als ein historisches Vorurteil. Aber diese Spitzfindigkeiten, die für uns vielleicht faszinierend sind, sind für unsere Außerirdischen höchst undurchschaubar, denn bevor das Raumschiff ein Lichtjahr zu dem glücklichen oder unglücklichen Außerirdischen gereist ist, kann seine Fracht ebensogut den Kaiser Ho Ching vom Peking des Jahres 543 repräsentieren, oder die Aborigines Südaustraliens 4000 Jahre davor, oder die Bevölkerung der Vancouverinseln in 4000 Jahren.

Auch weiß man, daß alles etwas anderes repräsentiert, aber dennoch keine zwei Dinge genau gleich sind, daß die Sprache ungenau ist und unter 347 Billionen irdischer Wörter ein perfektes Synonym nicht zu finden ist.
Wer könnte also darüber überrascht sein, daß Repräsentation eine Fälschung ist, mit widersprüchlichen und paradoxen Überlegungen über ein wirklich unzureichendes Werkzeug für irgendetwas anderes als den kleinsten Zeitraum in einer Gemeinschaft, die eine möglichst einheitliche Kultur teilt.

Es gibt noch eine Merkwürdigkeit. Der Laderaum des Raumschiffs Voyager ist in Kubikzentimetern meßbar und auf seine Art, wie mir gesagt wurde, vergleichbar mit den inneren Maßen des innersten heiligen Raums der großen Cheops Pyramide. Zumindest werden diese zwei vollkommen verschiedenen, von Menschenhand geschaffenen Räume durch ein französisches Vermessungssystem miteinander verbunden, sowie durch die Tatsache, daß sie beide hier auf dieser Seite erwähnt worden sind. Ich bin sicher, hätte man die Geduld und den Willen, man könnte noch weitere zehntausend Gemeinsamkeiten finden, die sie verbinden. Vielleicht werden Sie und ich auf diese Weise doch noch auf dem Raumschiff Voyager aus dem Jahr 1977 repräsentiert, einem Raumschiff, das jetzt und bis zum Jahr 3000 irgendwo in der Galaxis der Milchstraße auf seine Erforschung wartet.

Sollte noch eine Raumfähre auf eine ähnliche Mission gesendet werden, dann sollten wir alle die Möglichkeit haben, zu entscheiden, was geschickt wird, um uns in unserer Verschiedenartigkeit zu repräsentieren, in unserer Verletzlichkeit, unserer Minderwertigkeit und unserem Größenwahn. Die Austellung von 100 OBJEKTEN DIESER WELT in Wien in der Hofburg und im Semperdepot ist ein zweiter Versuch, auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Ein Museum, eine Galerie, eine Sammlung von Kunstgegenständen vereinigt in einem Raum, unter einer Idee, einem Thema, von einem Kurator, ist eine Art Repräsentation dieser Welt. Dies karikiert das menschliche Bestreben, alles vollständig enzyklopisch repräsentieren zu wollen - aber in Kurzform. Es berücksichtigt Maß und Zeit, Männlichkeit und Weiblichkeit, Katze und Hund. Es wird alles zur Kenntnis genommen - alles Lebendige und alles Tote. Es sollte nichts ausgelassen werden - kein Material, keine Technik, keine Art, keine Wissenschaft, keine Kunst und keine Disziplin, keinen Entwurf, keine Illusion, kein Trick und Behelf, den wir verwenden, um unsere Eitelkeit, unsere Unsicherheit und unsere Zweifel wiederzuspiegeln, sowie unseren Unglauben davon, daß wir alle kosmisch so irrelevant sind. Da jedes natürliche und kulturelle Objekt so komplex, und alles so endlos miteinander verbunden ist, sollte dieses Ziel nicht so schwierig sein, wie man es sich vorstellt. Und in diesem prahlerischen, sich selbst verspottenden Ziel, so allumfassend enzyklopädisch zu sein, liegt vielleicht die größte Repräsentation menschlichen Bestrebens, das uns so bis hierher gebracht hat - gewiß bis zum Herbst 1992.
Filmfestival, 1987

Classic Films – Filmverleih

Gemeinsam mit Marian Toncic-Sorinj und Leopold Moser wird im Mai 1987 der Filmverleih "Classic Films" gegründet, der sich um den Vertrieb von künstlerisch wertvollen Filmen bemüht. Die 60 Filme des Verleihprogramms umfassen u.a. den Oscargewinner Babettes FestThe World according to GarpEraserhead von David Lynch, den letzten Film von John Huston, The Dead, und den Film eines damals unbekannten Spaniers namens Pedro Almodovar, Das Gesetz der Begierde. Der Verleih besteht bis 1991.
Download Verleihprogramm
Drehbuch, Film

Vom Geist der Zeit

A 1983-1985, Super-8-mm
Länge: 112 min.

Ein Genre-mix aus Action, Horror und Science-fiction Film, der in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielt. Virgil Widrich beendete die Arbeit an diesem abendfüllenden Spielfilm im Alter von 17 Jahren.

"Ein zwei Stunden Filmfeuerwerk" (Horst Christoph, Profil)
Drehbuch, Film

Monster in Salzburg

A 1982, Super-8-mm
Länge: 12 min.

Ein gigantisches Insektenmonster verwüstet Salzburg. Ein ödipales Drama.
Drehbuch, Film

Auch Farbe kann träumen

A 1981, Super-8-mm
Länge: 12 min.

Zeichentrickfilm des damals 13jährigen Virgil Widrich über einen Mann und einen kleinen Wurm auf der Flucht vor der Umweltzerstörung.
Drehbuch, Film

3 mal Ulf

A 1980, Super-8-mm
Länge: 12 min.
Im Auftrag von Arnulf Komposch.

Dokumentarfilm über den Kärntner Spiegelkünstler Arnulf Komposch
Drehbuch, Film

Gebratenes Fleisch

A 1980, Super-8-mm
Länge: 11 min.

Kriminalfilm: Eine Frau wird in einem Gasthaus ermordet und den Gästen serviert.
Drehbuch, Film

My Homelife

A 1980, Super-8-mm
Länge: 6 min.

Dokumentation über das alte Haus der Familie Widrich.